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Tierdrama in Blankenheim Jäger knallt Fohlen ab – er hielt es für etwas anderes

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Ein Islandfohlen fiel dem Jäger zum Opfer.

Blankenheim – Als der Schuss fiel, dachten die Bewohner an nichts Schlimmes. Schließlich wird in der ländlichen Gegend von Blankenheim gejagt und die Saison hat gerade begonnen. Doch am nächsten Morgen der Schock: Auf einer Wiese lag kein totes Wild – sondern ein Islandfohlen…

Fohlen in Blankenheim mit glattem Durchschuss getötet

Das viereinhalb Monate alte Tier wurde auf einer Pferdekoppel am Nonnenbacher Weg getötet – mit einem glatten Durchschuss, so die Polizei. Die Besitzerin fand das Fohlen.

„Man konnte erkennen, dass es eine großkalibrige Waffe war, vermutlich ein Jagdgewehr“, erklärt ein Polizeisprecher. Das tote Islandpferd habe in einer Senke gelegen, zirka 70 Meter von einer Jagdkanzel entfernt.

Der Jäger war Gast in dem Revier in Blankenheim

Unfassbar: Der verantwortliche Jäger will das schwarze Fohlen für ein Wildschwein gehalten haben! Bei dem Schützen handelt es sich nicht um einen örtlichen Jäger, sondern nach EXPRESS-Informationen um einen Jagdgast aus dem Ruhrgebiet.

Der Vorfall sorgte in der 8313-Seelen-Gemeinde in der Eifel für viel Wirbel. „Wir haben selbst zwei Fohlen hier stehen, daher hoffe ich, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird“, so eine andere Pferdehalterin wütend. Sie kann nicht glauben, dass der Jäger das Opfer mit einem Wildschwein verwechselt hat. „Das Fohlen stand schließlich auf der Weide, mit anderen Pferden zusammen“, erklärt sie.

Nach dem Schuss will der Mann kein Tier gefunden haben

Gegenüber der Polizei sagte der Jäger jedoch aus, dass er ein Wildschwein beschossen habe. Nach dem Schuss habe er allerdings kein Tier finden können, behauptete er. Er sei dann nach Hause gefahren. 

Verursacher zahlte mehrere Tausend Euro

Die Polizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung. Wenn der Schuss jedoch versehentlich abgegeben wurde, kommt der Jäger ungeschoren davon. Denn eine fahrlässige Sachbeschädigung ist nicht strafbar. Zumal die Fohlen-Besitzerin selbst keine Anzeige erstattet hat. Der Polizeisprecher: „Es wurde ein hoher vierstelliger Eurobetrag vom Verursacher gezahlt.“

Auch wird der Mann aus dem Ruhrgebiet nicht mehr in dem Blankenheimer Revier jagen. Der Jagdpächter hat ihm als Gastjäger die Jagdberechtigung entzogen.

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