Kostbare Zeugnisse der Urzeit sind in einer Einrichtung der Universität Bonn die Beute von Dieben geworden. Der Verlust wiegt schwer. Eines der Fossilien ist vielen Kinogängern gut bekannt.
Bekannt aus „Jurassic Park“Bonner Polizei sucht geklauten Zwerg-Dinosaurier

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In dieser Filmszene von „Jurassic Park III“ wird der Paläontologe Alan Grant (Sam Neill) plötzlich von einer Gruppe Dinosaurier umringt.
Nach einem Einbruch in ein Museum der Universität Bonn sucht die Polizei einen rund 150 Millionen Jahre alten Zwerg-Dinosaurier und andere seltene Fossilien. Die Tat sei während Renovierungsarbeiten im Goldfuß-Museum der Hochschule geschehen, teilte die Universität am Freitag mit.
Die entwendeten Exponate besäßen nicht nur einen materiellen Wert, hieß es. Einzelne Fossilien seien wegen ihrer Beschaffenheit und ihrer wissenschaftlichen Dokumentation unverwechselbar. „Ihr Verlust wiegt deshalb auch in wissenschaftlicher, kulturhistorischer und ideeller Hinsicht schwer.“
Auch Ur-Vogel, Fisch und Libelle weg
Neben einem Zwerg-Dinosaurier der Gattung Compsognathus seien unter anderem auch ein Archaeopteryx-Urvogel, ein fossiler Fisch und eine Libelle zur Beute der Diebe geworden. Alle gestohlenen Funde sind Fossilien, also Platten mit versteinerten Überresten von Tieren.
Die Bonner Uni hat auf ihrer Website Fotos der gestohlenen Fossilien veröffentlicht.
Kinogänger kennen den Compsognathus aus dem Dinosaurier-Blockbuster „Vergessene Welt: Jurassic Park“ von 1997, wo das Tier als scheinbar niedlicher, aber faktisch sehr gefährlicher Gruppen-Jäger auftritt. Die Wissenschaft hat auf so eine Verhaltensweise keine Hinweise.
Im Goldfuß-Museum wurde sehr lange renoviert: von Dezember 2023 bis Juli 2026. In dieser Zeit seien hölzerne Schutzeinhausungen geöffnet, Vitrinen gewaltsam aufgebrochen und Exponate entwendet worden, teilte die Uni mit. Der Schaden wurde beim Rückbau der Einhausungen entdeckt.
Die Polizei ermittelt. Die Universität bittet alle Personen um Mithilfe, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder der Polizei Hinweise zum Verbleib der Objekte geben können. Dabei könne es sowohl um verdächtige Transporte wie auch um Verkaufsangebote im Internet, auf Börsen, im Handel oder in Sozialen Netzwerken gehen. (kna)
