Wie viele Bäume müssen für den Abriss an der Bonner Nordbrücke sterben? EXPRESS.de bat die Autobahn GmbH um Stellungnahme.
Grüne Oase in Bonn gefälltRodungen für Brückenabriss – das sagt die Autobahn GmbH

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Auf dem Gelände der ehemaligen Fahnenfabrik in Bonn, Römerstraße, wurden zahlreiche Bäume gefällt.

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Ihre grüne Oase ist jetzt ein Baum-Friedhof: Bei Anwohnern der Bonner Nordbrücke kochen die Emotionen hoch. Für die Abrissarbeiten, die am Freitag (7. August) beginnen, wurde unter anderem auf dem Gelände der ehemaligen Fahnenfabrik, Römerstraße, so ziemlich alles gerodet.
Die Fabrik habe jahrelang im Dornröschenschlaf gelegen, erzählte Marion Wilhelmy (57) gegenüber EXPRESS.de. „Und jetzt wird losgeackert, ohne Rücksicht auf Natur und Tiere.“ EXPRESS.de bat die zuständige Autobahn GmbH um Stellungnahme.
Fällungen an Bonner Nordbrücke: Um so viele Bäume geht es
Eine Sprecherin erklärte jetzt, dass die Baumfällungen am Montag (27. Juli) begonnen hätten, um den weiteren Abbruchlaufplan planmäßig sicherzustellen. „Uns ist bewusst, dass die Baumfällungen für viele Anwohnerinnen und Anwohner belastend sind“, sagt sie. Deshalb sei der Umfang im Vorfeld auf das zwingend notwendige Maß reduziert worden.
„Es handelt sich um rund 100 Bäume“, erklärt die Sprecherin der Autobahn GmbH. Die Fällungen seien zwingend erforderlich, um den Arbeitsbereich für den Abbruch herzustellen.
Sie verspricht: „Eine Kompensation wird schnellstmöglich umgesetzt. Die Neuanpflanzungen erfolgen, sobald die Gesamtplanung für den Ersatzneubau des gesamten Brückenzugs fertiggestellt ist.“ Anwohnerin Marion Wilhelmy hatte vor rund sieben Wochen selbst diesbezüglich nachgehakt, aber keine Antwort erhalten.
Die Sprecherin der Autobahn GmbH beteuert, dass die Fällungen in enger Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden geschehen. „Die Gehölzfällungen sind zulässig, weil sie Teil der behördlich veranlassten zwingend erforderlichen Abriss- und Ersatzneubaumaßnahme sind und deshalb nicht auf einen anderen Zeitpunkt verschoben werden können“, erklärt sie gegenüber EXPRESS.de. Die Bäume seien vor der Rodung auf Fledermaus- und Vogelbesatz (Brutstätten) kontrolliert worden.

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So sah das Gelände der ehemaligen Fahnenfabrik in Bonn, Römerstraße, aus bevor die Bäume gefällt wurden. Eine grüne Oase, so Anwohner.
Marion Wilhelmy, die fast direkt neben der ehemaligen Fahnenfabrik wohnt, wo noch vor Kurzem dichte Bäume und Sträucher wuchsen, trauert besonders um die dortige grüne Oase. Dort liegt jetzt eine Baumleiche neben der anderen.
Auf dem Gelände habe das beauftragte Unternehmen eine Baustelleneinrichtungsfläche angemietet, so die Sprecherin der Autobahn GmbH. „Diese dient der Aufstellung von Bürocontainern sowie als Abstellfläche für Fahrzeuge und Büromaterial“, erklärt sie.
