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Sprayer beschmieren seit Jahren Bonn Jetzt gibt’s erstmals Fotos der „110“-Bande

110 heussallee

Die „110“-Sprayer tobten sich 2015 an der Bahnhaltestelle Heussallee aus. 

Bonn – Seit 2014 sind die Ziffern „110“ in der Stadt omnipräsent. Riesengroß und oft knallbunt verunstalten sie Wände von Wohnhäusern und Geschäften, Bahnhaltestellen, Mauern sowie Stromkästen.

Die Sprayerbande wird seitdem gejagt – vergeblich, denn die Schmierer sind nachts unterwegs und äußerst vorsichtig. Doch jetzt gibt es erstmals Bilder der „110“-Bande. 

Aufgenommen wurden sie von einer Überwachungskamera an der Kölnstraße. Diese gehört Imbiss-Chef Edi Atasoy (47) und ist auf die Mauer zwischen „Edi’s Snacks & Drinks“ und dem Gesundheitszentrum St. Johannes-Hospital gerichtet. 

Seit Jahren beschmieren sie halb Bonn: Bande bemerkte Kamera erst nach einer Stunde

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Dort prangte bis vor Kurzem ein großes Beethoven-Graffito, an dem sich die mysteriösen Schmierer am 24. Februar gegen 3.30 Uhr zu schaffen gemacht und es mit ihrem „110“-Kürzel verschandelten hatten. „Sie haben erst nach zirka einer Stunde bemerkt, dass da eine Kamera hängt“, erzählt Edi Atasoy. 

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Das Beethoven-Graffito an der Kölnstraße wurde von der „110“-Bande verschandelt. 

Auf dem umfangreichen Bildmaterial sieht man unter anderem einen Verdächtigen auf einem Fahrrad, der zur Straße hin Schmiere steht. Ein weiterer junger Mann geht ahnungslos nah an die Kamera heran und testet die Funktion einer Sprühdose. Anschließend wendet er sich der Mauer zu und macht sich neben einem dritten Sprayer ans Werk. 

110-Bande - geblendet

Einer der Tatverdächtigen hält eine Sprühdose in der Hand, er steht dabei an der Mauer zwischen Imbiss und Gesundheitszentrum. 

Die Schmierer fühlen sich ganz offensichtlich unbeobachtet. Als sich jedoch plötzlich ein Auto nähert, ergreifen alle drei die Flucht. 

Wie viele Mitglieder die „110“-Gang insgesamt hat, ist unklar. Vermutlich sprayen sie in wechselnder Besetzung.

Seit Jahren beschmieren sie halb Bonn: Imbiss-Chef überließ Polizei Beweiskopien

Nach der Schmier-Attacke im Februar hatte Edi Atasoy die Polizei alarmiert und den Ermittlern Kopien der Überwachungsvideos überlassen. „Der Vorfall liegt inzwischen bei der Staatsanwaltschaft“, erklärt Polizeisprecher Michael Beyer.

Bande geblendet

Als sich ein Auto nähert, flüchten alle drei. 

Laut Staatsanwalt Sebastian Buß konnte die Identität der Gezeigten jedoch trotz intensiver Prüfung bislang nicht geklärt werden. Die „110“-Bande bleibt ein Phantom – noch...

Seit Jahren beschmieren sie halb Bonn: „110“-Bande torpedierte Aktion der Bundeskunsthalle

Fakt ist: Auf das Konto der Bande gehen unzählige Sachbeschädigungen. So sorgte sie unter anderem für Schlagzeilen, als sie die Bahnhaltestelle Heussallee verschandelte. Dort sollten sich eigentlich echte Künstler austoben, doch „110“ torpedierte die Aktion der Bundeskunsthalle kurzerhand. 

Auch Promi-Gastronomin Sonja Reul wurde Ziel der Schmierer. Die große Jalousie ihrer Kneipe „Sonja’s“ wurde mit einer grünen „110“ auf pinkfarbenem Hintergrund „verziert“. Sie und viele andere Hausbesitzer atmen auf, wenn die Schmierer endlich gefasst sind. 

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