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Nach mehr als 30 Jahren Bochum: „Cold Case“ vor Aufklärung – Verdächtiger in U-Haft

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht mit Blaulicht an einem Tatort.

Nach mehr als 30 Jahren steht ein „Cold Case“ in Bochum vor der Aufklärung, ein Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft. Das Symbolfoto wurde am 28. Dezember 2019 in Stuttgart aufgenommen.

Nach über 30 Jahren könnte ein brutaler Raubüberfall in der Bochumer Innenstadt endlich aufgeklärt werden. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Bochum. Mehr als 30 Jahre nach einem lebensbedrohlichen Raubüberfall mit einem Hammer auf eine Spielhallenmitarbeiterin in Bochum hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Neue kriminaltechnische Möglichkeiten hatten durch einen digital überprüften Fingerabdruck zu einem heute 55-Jährigen ohne Wohnungssitz geführt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag (4. November 2021) mit.

Der Mann sitze wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft, nachdem er am Montag bei der Einreise nach Deutschland Bundespolizisten aufgefallen und festgenommen worden war. Nach ihm war seit kurzer Zeit per Haftbefehl gefahndet worden.

Bochum: Verdächtiger soll 1991 eine Spielhalle überfallen haben

Bei dem brutalen Überfall am 27. Februar 1991 im Kassenraum einer Spielhalle in Bochums Innenstadt hatte eine Angestellte lebensgefährliche Verletzungen durch einen Angriff mit einem Hammer erlitten. Der Täter war mit Bargeld geflüchtet und hatte die schwer verletzte Frau auf dem Boden liegend zurückgelassen. Die damals eingesetzten Polizisten konnten trotz intensiver Ermittlungen keinen Täter identifizieren.

Das Landeskriminalamt hatte im Rahmen systematischer „Cold Case“-Ermittlungen auch diesen alten, ungelösten Fall mit den aktuellen kriminaltechnischen Mitteln neu bewertet. Die Polizei in Bochum hat den Fall nun neu aufgerollt und übernimmt auch die weiter andauernden Ermittlungen. (dpa/nb)

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