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Azubi-Krise in NRWZahl der Neuverträge sinkt auf Rekordtief seit den 70ern

Auszubildende

Copyright: Oliver Berg/dpa

Die Azubi-Zahlen in NRW sind weiter rückläufig. (Symbolbild)

Ein echter Schock für NRW: Die Azubi-Zahlen sind im freien Fall!

Für den Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen gibt es eine Hiobsbotschaft: Die Anzahl der neu vereinbarten Lehrverträge ist im Jahr 2025 zum ersten Mal unter die kritische Marke von 100.000 gefallen. Das stellt den niedrigsten Wert seit dem Beginn der statistischen Aufzeichnungen in den 1970er-Jahren dar.

Wie die Nachrichtenagentur „dpa“ am Mittwoch unter Berufung auf das Statistische Landesamt IT.NRW berichtet, wurden exakt 99.246 neue Verträge registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag die Zahl noch bei 104.922, was einem spürbaren Minus von 5,4 Prozent entspricht.

Besonders Industrie und Handwerk leiden

Den stärksten Einbruch müssen Industrie und Handel verkraften. Dort gab es gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von satten 7,5 Prozent. Für viele Unternehmen, die verzweifelt Nachwuchskräfte suchen, ist das ein schwerer Dämpfer.

Obwohl die Situation auch hier angespannt ist, sieht es im Handwerk etwas glimpflicher aus. Die Anzahl der neuen Lehrverträge ging hier moderater um 2,2 Prozent zurück.

Studium statt Lehre: Ein Trend mit Folgen

Die Statistik zeigt zudem einen klaren Trend: Immer mehr junge Leute entscheiden sich für ein Studium und gegen eine duale Ausbildung. Während die Hörsäle voller werden, bleiben die Werkstätten leerer. Man muss bei dieser Entwicklung jedoch berücksichtigen, dass über einen längeren Zeitraum betrachtet nicht nur die Auszubildendenzahlen, sondern auch die Gesamtzahl der Schulabsolventen gesunken ist.

In Summe waren Ende 2025 nach Angaben von IT.NRW circa 263.500 Personen in Nordrhein-Westfalen in einer dualen Lehre. Dies sind 3,1 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor (red).

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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