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Nazi-Verbrecher So lief Eichmanns Hinrichtung vor 50 Jahren

Der Angeklagte Adolf Eichmann während des Prozesses im schusssicheren Glaskasten.

Der Angeklagte Adolf Eichmann während des Prozesses im schusssicheren Glaskasten.

Vor 50 Jahren Jahren wurde einer der schlimmsten Nazi-Verbrecher hingerichtet. Adolf Eichmann, der ehemaligen Chef des SS-Judenreferats und „Cheforganisator des Holocaust“, wurde in Israel gehängt.

Der dpa-Korrespondent Rudolf Küstermeier beschreibt die letzten Momente in Eichmanns Leben:

Adolf Eichmann sah seiner Hinrichtung gelassen entgegen.

Nach dem Abendessen trank er noch eine halbe Flasche Wein und las zwei Briefe seiner Brüder.

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Dann beteuerte er in einem letzten Gespräch mit dem Pfarrer, der Tod sei eine Erlösung für ihn. Er habe „Frieden im Herzen“, denn sein Glaube sei richtig gewesen. Reue zeigte er nicht.

Der Pfarrer ging voran, als Eichmann den Todesraum betrat. Zwei Polizisten begleiteten den Todeskandidaten - einer rechts, einer links von ihm. Etwa 50 Meter weit war die Gruppe einen langen, schmalen Flur entlanggekommen, der von der Zelle Eichmanns zur Hinrichtungsstätte führte. Sie lag im dritten obersten Stockwerk des Gefängnisses von Ramleh (Ramla) bei Tel Aviv

Ursprünglich war die Hinrichtungsstätte ein Arbeitsraum für Gefängnisbeamte. (...)

Eichmann trug eine braune Hose und ein braunes offenes Hemd. Die Farbe ist dunkler als das Braun, was er früher getragen hatte. (...)

Ohne Zögern oder Schwanken trat er auf die quadratische Platte, die sich später als Falltür erwies.

„Wollen Sie das?“, fragte einer der Gefängnisbeamten und zeigte Eichmann eine schwarze Tuchmaske. „Nein, das brauche ich nicht“, war Eichmanns Antwort.

Die Beamten banden ihm die Hände auf den Rücken. Da begann Eichmann plötzlich, mit ruhiger, aber bestimmter Stimme zu sprechen: „Es lebe Deutschland. Es lebe Argentinien. Es lebe Österreich. Das sind die drei Länder, mit denen ich am engsten verbunden war. Ich werde sie nicht vergessen. Ich grüße meine Frau, meine Familie und meine Freunde. Ich hatte den Gesetzen des Krieges und meiner Fahne zu gehorchen. Ich bin bereit.“

Jetzt werden ihm die Füße zusammengebunden. Eichmann sagt: „So kann ich nicht stehen“. Die Fesselung wird gelockert.

Eichmann spricht abermals: „In einem kurzen Weilchen, meine Herren, sehen wir uns ohnehin alle wieder. Das ist das Los aller Menschen. Gottgläubig war ich im Leben. Gottgläubig sterbe ich.“

„Fertig!“ ruft einer der Beamten, die Hände und Füße gefesselt haben. Jetzt kommt von oben herunter die Schlinge, die das Ende eines dicken, unter der Decke über einem drehbaren Holzbalken laufenden Seiles bildet. Sie wird Eichmann um den Hals gelegt.

Er bleibt ruhig wie vorher. Seine Augen schauen seitlich abwärts. Sie sind fast geschlossen. Er blickt niemand mehr an.

Ein zweites „Fertig“. Jemand, der sich hinter einer mit einer dunklen Decke verhängten Verkleidung befindet und den wir deshalb nicht sehen, löst den Mechanismus aus, der die Falltür festhält. Ein Ruck. Das Seil läuft ab. Es kommt zur Ruhe. Das Todesurteil ist vollstreckt.

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