Gänsehaut in Dülmen: Darum werden Wildpferde gefangen
Spektakel im MünsterlandTausende schauen zu, wie junge Wildpferde gefangen werden

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Ein Fang mit Tradition: Die jungen Hengste werden von der Herde getrennt. (Archivbild)
Das Münsterland fiebert einem Spektakel entgegen! Am Samstag (15.00 Uhr) lockt das traditionelle Wildpferdefangen wieder Tausende Besucherinnen und Besucher in den Merfelder Bruch bei Dülmen. Hunderte Tiere sind Teil dieses jährlichen Events, das immer am finalen Wochenende im Mai stattfindet.
In diesem riesigen Areal leben circa 400 Tiere in Freiheit. Es handelt sich um eine der wenigen verbliebenen Wildpferdepopulationen auf dem europäischen Kontinent.
Gänsehaut-Moment: Die jungen Wilden müssen gehen
Der Höhepunkt sorgt für Gänsehaut: Vor den Augen des Publikums in der voll besetzten Arena werden die jungen Hengste von der Herde separiert. Eine Szene voller Anspannung, die niemanden kaltlässt.
Was auf den ersten Blick vielleicht grausam erscheint, folgt einem wichtigen Zweck. Die Organisatoren betonen, die Aktion sei ein „notwendigen Akt des Artenschutzes“.
Warum der Eingriff für die Herde überlebenswichtig ist
Würde man die Natur sich selbst überlassen, käme es zu brutalen Machtkämpfen zwischen den männlichen Tieren. Außerdem muss eine Überbevölkerung im Schutzgebiet vermieden werden. Deshalb werden die jungen Wilden im Anschluss an neue Besitzer versteigert, die ihnen ein neues Heim bieten.
Die Junghengste kommen danach unter den Hammer. (dpa/red)
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