Abo

Öl-Pest vor MexikoRiesiger Teppich entdeckt – 2000 Helfer kämpfen an der Küste

Ölpest in Mexiko

Copyright: Yahir Ceballos/dpa

Erdölrückstände haben die Ausrüstung der Fischer verschmutzt, darunter Netze.

Eine riesige Ölverschmutzung trifft die Küste Mexikos. Jetzt sind rund 2.000 Helfer im Einsatz, um eine noch größere Katastrophe zu verhindern.

Im Golf von Mexiko ist es zu einer massiven Ölverschmutzung gekommen. An den Küstenabschnitten der Bundesstaaten Veracruz und Tabasco sind nach offiziellen Informationen etwa 2.000 Helferinnen und Helfer mit den Säuberungsmaßnahmen beschäftigt. Präsidentin Claudia Sheinbaum gab bekannt, dass die Verunreinigung teilweise von einem Schiff stamme.

Aus der Luft wurden außerdem zusätzliche Ölfilme auf dem Wasser gesichtet. Laut Angaben der Marine handelt es sich dabei aber um ein natürliches Phänomen, bei dem Öl vom Meeresboden aufsteigt. Man habe Barrieren im Wasser installiert, damit sich die Verschmutzung nicht weiter ausdehnen kann, wurde mitgeteilt.

Behörden wiegeln ab – Naturschützer schlagen Alarm

„Von schweren Umweltschäden ist vorerst nicht auszugehen“, erklärte Umweltministerin Alicia Bárcena während einer Pressekonferenz, wie die dpa berichtet. Lediglich einige Vögel sowie Meeresschildkröten seien laut ihrer Aussage in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein leblos entdeckter Delfin sei hingegen nicht durch die Ölreste, sondern durch die Auswirkungen eines heftigen Aufpralls verendet. Im Gegensatz dazu hatten Umweltschutzorganisationen eindringlich vor den potenziellen Gefahren für Korallenriffe, Mangrovenwälder und die Meeresfauna gewarnt.

Die Generalstaatsanwaltschaft wird nun Untersuchungen einleiten, wurde zudem bekannt gegeben.

Regierung sichert Fischern Unterstützung zu

Die Strände seien nach Auskunft der zuständigen Stellen mittlerweile größtenteils gesäubert. Präsidentin Sheinbaum versicherte, dass betroffene Fischerdörfer Hilfe von der Regierung erhalten werden. Der staatliche Konzern Pemex teilte mit, dass bislang 430 Tonnen umweltschädlicher Substanzen vom Wasser und den Uferbereichen beseitigt wurden.

Die Marine geht davon aus, dass das Öl wahrscheinlich von einem noch unbekannten privaten Wasserfahrzeug nahe dem Hafen von Coatzacoalcos stammt. Umweltschützer verweisen jedoch auf Satellitenaufnahmen, die schon Mitte Februar einen Ölfilm von 50 Quadratkilometern Größe zeigten. In der darauffolgenden Zeit verteilte sich die Verunreinigung schleichend entlang eines Küstenstreifens von 630 Kilometern Länge. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

UCI WorldTour - Brügge

Klima-Aktivist

sorgt für Massensturz bei Radrennen