„Wirklich unglaublich“ Seltenes Tier vor Mittelmeer-Insel gefunden, Foto sorgt für heftige Reaktionen

Was für ein Fund: Im Hafenbecken „Darsena Medicea“ in Portoferraio auf der Urlaubs-Insel Elba wurde ein seltenes Exemplar einer Gefleckten Meersau gefunden. Das Foto sorgte für Wirbel im Netz.

Was für ein Fund: Im Hafenbecken „Darsena Medicea“ in Portoferraio auf der Urlaubsinsel Elba wurde 2021 ein seltenes Exemplar einer Gefleckten Meersau gefunden. Das Foto sorgte für Wirbel im Netz.

Was für ein sensationeller Fund: Mitte August 2021 wurde ein seltenes Tier im offenen Hafenbecken in Portoferraio auf der Urlaubsinsel Elba entdeckt. Doch erst jetzt sorgt es für Wirbel im Netz, nachdem das Foto bei Facebook aufgetaucht war.

Portoferraio. Sie sieht aus wie aus einer anderen Welt: Mit ihrem bulligen, etwas pummeligen Körper, ihrer Schweinenase und ihren Glupschaugen gehört sie sicherlich nicht zu den elegantesten Tieren der Meere. Und dass sie zur Gattung der Haie gehört, ist ihr auch kaum anzusehen. Die Gefleckte Meersau, die nun im Mittelmeer gefunden wurde, ist dennoch eine Sensation. Und sorgte für teils heftige Reaktionen im Netz. 

Die Gefleckte Meersau, deren wissenschaftlicher Name „Oxynotus Centrina“ lautet, gehört zu der Gattung der „Schweinshaie“. Sie leben im Ostatlantik und im Schwarzen Meer, sind aber nun, so vermuten Experten, wegen des Klimawandels auch im Mittelmeer zu finden.

Die Gefleckte Meersau, deren wissenschaftlicher Name „Oxynotus Centrina“ lautet, gehört zu der Gattung der „Schweinshaie“. Sie leben im Ostatlantik und im Schwarzen Meer, sind aber nun, so vermuten Experten, wegen des Klimawandels auch im Mittelmeer zu finden.

Bereits am 19. August 2021 wurde das Tier mit dem wissenschaftlichen Namen „Oxynotus Centrina“ im offenen Hafenbecken „Darsena Medicea“ der Hauptstadt Elbas, in Portoferraio, gefunden. Leider leblos, wie es in einem Bericht von „l Fatto Quotidiano“ heißt. Marinemitarbeiter haben das tote Tier entdeckt und es sofort an die örtliche Hafenbehörde ausgehändigt, heißt es demnach. Dort sei der Kadaver dann untersucht worden. 

Am vergangenen Freitag (3. September) posteten dann die Reiseführer von „Isola d'Elba App“ auf Facebook Fotos von dem seltenen Tier und erntete in den Kommentaren teils heftige Reaktionen. Der Beitrag wurde innerhalb kürzester Zeit hundertfach geteilt. 

Vielen Usern war offenbar nicht bewusst, dass das Tier bereits tot aus dem Meer gefischt wurde. Sie äußern sich teils traurig, teils empört in der Kommentarspalte.

„Schande!“, heißt es dort. Oder „Armes Tier“, „Menschen sind schrecklich“. Die Betreiber wiesen auch in den Kommentaren darauf hin, dass die Marinemitarbeiter das Tier bereits tot vorfanden. 

Andere wiederum waren begeistert von dem Anblick des seltenen Tieres. Und bedankten sich, das Wesen zu Gesicht zu bekommen. „Ich kannte diesen Fisch nicht und hatte ihn noch nie gesehen. Danke für den Hinweis. Die Natur ist wirklich unglaublich.“

Tatsächlich ist der Fund durchaus eine Sensation, denn zum einen ist die Gefleckte Meersau gefährdet, steht auf der Roten Liste der „International Union for Conservation of Nature and Natural Resources“ (IUCN), der Weltnaturschutzunion. Immer wieder landet die Gefleckte Meersau als Beifang in den Schleppnetzen von Fischern.

Gefleckte Meersau wird auch „Grunzender Hai“ genannt

Zum anderen lebt sie eigentlich zwischen 100 und 700 Metern Tiefe, vorwiegend im Ostatlantik und im Schwarzen Meer. Erst seit kurzem lebt sie im Mittelmeer, heißt es im Bericht. Experten vermuten, dass vermutlich der Klimawandel daran schuld sein könnte.  

„Oxynotus Centrina“  ist nicht nur optisch eine besondere Haiart, sie klingt auch besonders: Das Tier, das auch  „Grunzender Hai“ genannt wird, gibt ein Geräusch von sich, das dem Grunzen von Schweinen sehr ähnlich ist.

Über die Lebensweise des Tieres ist noch nicht allzu viel bekannt: Es gleitet normalerweise über dem Meeresboden, schwebt über die sandige oder schlammige Oberfläche, um Nahrung zu suchen. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Ringelwürmer oder Spritzwürmer, aber auch Knochenfische, Krebse oder Stachelhäuter wie Seesterne. (mg)

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