Nach langer Forschung Schweizer Firma bringt neuen Kaffee nach Deutschland – mit kurioser Zutat

Dieses undatierte Bild zeigt eine dampfende Tasse Kaffee.

Dieses undatierte Bild zeigt eine dampfende Tasse Kaffee.

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen – fast 90 Prozent der Menschen hierzulande trinken ihn. Eine Revolution auf dem Kaffeemarkt wäre also keine kleine Sache. Und nicht viel weniger als eine Revolution hat eine Schweizer Firma mit ihrem neuen Produkt jetzt versprochen.

Kapselmaschinen sind schnell, einfach zu bedienen und machen leckeren Kaffee, doch leider gibt es da ein Problem: Die Kapseln sind aus Plastik. Sie sind also alles andere als nachhaltig, da sie sehr viel Müll produzieren und viel Energie in der Herstellung benötigen.

Trotzdem nutzen immer mehr Deutsche sie zum Aufbrühen ihres Lieblingsgetränks. 

Die Schweizer Lebensmittelfirma Migros hat am Dienstag (06. September) ein neues Produkt vorgestellt, das all die Vorteile der Kapseln ohne ihre lästigen Probleme liefern soll. 

„Coffee B“ soll für Migros den Markt erobern

Es handelt sich um Kugeln, die ein bisschen so aussehen wie Schokolade. Sie bestehen aber aus Kaffee und einer weiteren – seltsamen – Zutat: nämlich aus Algen. Ihr Name: „Coffee B“.

Doch es bestehe kein Grund zur Sorge, erklärt das Unternehmen. Der Kaffee aus diesen Kugeln werde wohl normalerweise nicht nach Salzwasser schmecken. Die dünne, geschmacklose und durchsichtige Haut löse sich nämlich bei der Zubereitung nicht auf. Trotzdem könne man sie danach problemlos mit dem Kaffeepulver zusammen in die Biotonne werfen, denn sie sei voll kompostierbar, heißt es vom Unternehmen weiter.

Die Entwicklung dieser Technologie habe Migros ganze fünf Jahre lang beschäftigt. Für den Konzern wird sich die Geduld wohl lohnen. Der Markt für Kaffeekapseln ist sehr profitabel und als einziger Wettbewerber mit einem nachhaltigen Produkt dürfte Migros wohl gute Karten haben.

Migros-Kaffee bekommt man nur mit der Migros-Kaffeemaschine

Außerdem hat die Kugelform noch einen wirtschaftlichen Effekt: Sie ist nur mit den Migros-Kaffeemaschinen kompatibel. Wer Migros-Kaffee trinken will, braucht also auch die Migros-Kaffeemaschine. Ein Konzept, das schon Firmen wie Nespresso genutzt haben.

Dass Migros an den Erfolg des Produkts glaubt, sieht man auch daran, wo es überall verkauft werden soll: Frankreich, Niederlande, Italien, Österreich, Belgien und USA.

Auch in Deutschland will Migros die Kugeln verkaufen. In den Supermarktregalen werde man sie ab 2023 finden können, heißt es vonseiten des Unternehmens. Günstig werden sie aber wohl erstmal nicht sein. Vier bis fünf Franken sollen neun Kugeln in der Schweiz kosten. Wenn Migros denselben Preis in Deutschland ansetzen sollte, entspräche das etwa 4 bis 5 Euro. (bcr)

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