Mehr Schmetterlinge in Mexiko – doch die Lage bleibt ernst.
Sensationelle Wende für bedrohte Schmetterlingedoch die Gefahr ist nicht gebannt

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Monarchfalter wandern jedes Jahr zwischen Kanada, den USA und Mexiko. (Archivbild)
Ein Lichtblick für die Natur! Das zweite Jahr in Folge sind mehr Monarchfalter in ihren Winterquartieren in Mexiko gelandet. Die Naturschutzorganisation WWF wertet dies als positives Signal für die Erholung der Population, warnt aber zugleich: Die Lage bleibt weiterhin angespannt. Jedes Jahr bewältigen die orangefarbenen Falter eine unglaubliche Distanz von bis zu 4.000 Kilometern aus Kanada und den USA, um in der mexikanischen Wärme zu überwintern.
Die jährliche Erhebung des WWF und seiner Partner vor Ort liefert konkrete Zahlen: Neun Kolonien der Falter besiedelten in der Saison 2025/2026 eine Waldfläche von rund 2,93 Hektar in Zentralmexiko. Das entspricht einer Zunahme von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die dpa meldet. Da eine Erfassung der Millionen Tiere einzeln nicht machbar ist, wird stattdessen die von ihnen eingenommene Fläche ermittelt.
WWF-Experte warnt: Die Gefahr ist noch nicht vorbei
„Wir freuen uns, dass die Monarchfalter dieses Jahr wieder deutlich zahlreicher in Mexiko angekommen sind“, sagt Dirk Embert, Lateinamerika-Referent für den WWF Deutschland. Er schränkt jedoch ein, dass sich an ihrer grundsätzlichen Gefährdung kaum etwas geändert habe. Die Zahl bleibt weiterhin massiv unter den Rekordwerten von vor 20 Jahren. Damals, in der Spitzensaison 1996/1997, bedeckten die Schmetterlinge eine gewaltige Fläche von 18,19 Hektar in den mexikanischen Nadelwäldern.
Einzigartiger Wanderzug durch Pestizide und Klimawandel gefährdet
Die Falter, die nach Mexiko reisen und dort überwintern, besitzen eine erstaunliche Lebensspanne von ungefähr neun Monaten. Nach der kalten Jahreszeit kehren dann mehrere nachfolgende, kurzlebigere Generationen in einer Art Staffelflug wieder nordwärts zurück. Diese besondere Migration wird jedoch massiv bedroht. Der Gebrauch von Pestiziden in der US-Landwirtschaft, die Waldrodung in Mexiko und die Folgen des Klimawandels stellen eine ernste Gefahr für diesen spektakulären Wanderzug dar. (red)
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