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ALARM FÜR UNSEREN PLANETENDie Erde bremst ab – und Forscher wissen, wer schuld ist

Klimawandel bremst Erde

Copyright: Uhlíø Patrik/CTK/dpa

Veränderungen an der Erdoberfläche und in der Atmosphäre beeinflussen die Erdrotation. (Archivbild)

Eine neue Untersuchung sorgt für Wirbel. Unser Heimatplanet verliert an Geschwindigkeit, die Tage dehnen sich. Experten haben einen klaren Verdacht, der uns alle betrifft.

Eine Studie belegt: Die Verlangsamung der Erddrehung war in den letzten Dekaden so stark wie fast nie zuvor während der letzten Millionen Jahre. Wissenschaftler aus Österreich sowie der Schweiz werten dies als Bestätigung, dass die Klimaerwärmung die Länge eines Tages auf der Erde verändert.

Im Alltag ist davon nichts zu spüren. Die Umdrehung dehnt sich derzeit um 1,33 Millisekunden je hundert Jahre. Doch die Folgen könnten gravierend sein, etwa für die exakte Zeitmessung und die Navigation im Weltraum. Denn obwohl wir lernen, ein Tag habe 24 Stunden, wird die exakte Dauer von vielen Faktoren wie der Mondanziehung und Vorgängen tief im Planeten beeinflusst.

Wie eine Eiskunstläuferin mit gestreckten Armen

Schon früher hatten Mostafa Kiani Shahvandi (Universität Wien) und Benedikt Soja (ETH Zürich) gezeigt: Das Schmelzen von Eis an den Polarregionen und auf Gletschern lässt den Meeresspiegel ansteigen. Diese Massenverschiebung bremst die Erdrotation. Kiani Shahvandi vergleicht das mit einer Eisläuferin, welche ihre Pirouette verlangsamt, indem sie ihre Arme ausbreitet.

Nun wollten die Wissenschaftler wissen, ob das Klima schon früher die Tagesdauer so stark beeinflusst hat. Dafür untersuchten sie die chemische Beschaffenheit von maritimen Fossilien. Aus diesen Daten berechneten sie mit Computermodellen die Schwankungen der Tagesdauer in der Vergangenheit.

Ergebnis mit „Wie bitte?!“-Effekt

Die Forscher fanden heraus, dass die Drehung der Erde sich über die letzten 3,6 Millionen Jahre ständig veränderte. Aber: Nur ein einziges Mal – vor rund 2 Millionen Jahren – bremste sie ähnlich stark ab wie im Zeitraum von 2000 bis 2020. Für Forscher Soja ist klar, dass die jetzige Ausdehnung der Tagesdauer vor allem auf menschliche Einflüsse zurückgeht.

„Was wir beobachten, ist durch den Klimawandel verursacht“, sagte Soja, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Und die Prognose ist düster: Berechnungen zufolge wird sich die Erde durch die fortschreitende Erderwärmung in Zukunft noch deutlicher verlangsamen.

(red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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