Formel-1-Eklat: Stripperinnen streiken aus krassem Grund.
Wo es am meisten wehtutTänzerinnen streiken am lukrativsten Wochenende des Jahres

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Während des Rennwochenendes wollen Strip-Tänzerinnen streiken. (Archivbild)
Eklat in Montréal: Stripperinnen legen zur Formel 1 die Arbeit nieder – aus diesem krassen Grund
In Montréal heulen nicht nur die Motoren der Formel-1-Boliden auf. Auch die Stripperinnen der Stadt machen Lärm! Sie planen einen Streik – und der Grund dafür ist ein echter Hammer.
„Wir glauben, dass der Grand Prix der beste Zeitpunkt für einen Streik ist“, wird in einer Erklärung des Komitees autonomer Sexarbeit mitgeteilt. Genau dann sei in den Erotik-Clubs am meisten los und es sei die profitabelste Phase des gesamten Jahres. „Das ist unsere Chance, diese Einnahmen zu gefährden und ihnen dort zu schaden, wo es am meisten wehtut.“
Nach der Schicht im Minus: Krasse Vorwürfe gegen Club-Betreiber
Mit dem Protest am kommenden Samstag möchten die Frauen für grundlegende Rechte eintreten, die in anderen Berufen eine Selbstverständlichkeit sind. „Da wir keine fest angestellten Mitarbeiter sind, haben wir keinen Zugang zu den Schutzmaßnahmen, die andere Arbeitnehmer normalerweise genießen“, teilte eine der Frauen der „Montréal Gazette“ mit.
Das Hauptproblem: Die Mehrheit der Tänzerinnen in Montréal bekommt kein festes Einkommen von den Clubs, ihr Verdienst basiert ausschließlich auf Trinkgeldern. Zusätzlich müssen sie häufig eine Abgabe an den Betreiber entrichten, um überhaupt auftreten zu dürfen. Diese Abgaben sollen am Rennwochenende besonders drastisch ausfallen. Das Ergebnis ist unfassbar. „Es passiert jedem von uns jedes Jahr, dass wir nach Hause gehen und im Minus sind“, so die Tänzerin.

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In Montréal wollen die Tänzerinnen während des Formel-1-Wochenendes streiken. (Archivbild)
Forderung nach Krankengeld und existenzsicherndem Lohn
Die Liste der Anliegen ist klar und beinhaltet essenzielle Arbeitnehmerrechte. Laut dem Komitee autonomer Sexarbeit zählen dazu Dinge wie Krankengeld, Elternzeit, eine Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfällen sowie ein Gehalt, das zum Leben reicht.
Derzeit seien die Frauen, die so gut wie keine Arbeitnehmerrechte besitzen, der Willkür der Geschäftsführung ausgeliefert und müssten alles akzeptieren, was ihnen vorgeschrieben wird. (dpa/red)
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