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Immer noch FrauensacheAOK-Auswertung zeigt: Frauen nehmen 73 Prozent der Kindertage

Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes

Copyright: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Gesetzlich versicherte Eltern können Krankengeld beantragen, wenn ein Kind unter zwölf Jahren krank ist und sie deshalb nicht zur Arbeit gehen. (Symbolbild)

Kind krank? AOK-Studie zeigt, wer meist daheim bleibt.

Wenn das Kind hustet und fiebert, bleibt meistens die Mama daheim. Eine aktuelle Analyse der AOK legt jetzt das krasse Ungleichgewicht in deutschen Familien offen – und zeigt, wie tief verankert alte Rollenbilder noch sind.

Es ist eine Situation, die unzählige Familien nur zu gut kennen: Das Kind ist krank, und sofort stellt sich die Frage – wer bleibt zu Hause? Eine neue Untersuchung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) gibt darauf eine deutliche, aber auch ernüchternde Antwort: In beinahe drei von vier Fällen sind es die Mütter.

Frauen schultern weiterhin die Hauptlast

Die Daten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK sind unmissverständlich: Sagenhafte 73 Prozent der Kinderkrankentage wurden im abgelaufenen Jahr von Frauen beansprucht. Männer erreichten deutschlandweit lediglich einen Anteil von 27 Prozent. Besonders ausgeprägt ist diese Schieflage in Bayern, wo nur 23 Prozent der Tage auf Väter entfielen. Den höchsten Männeranteil verzeichnete Sachsen mit knapp 31 Prozent.

Für Carola Reimann, die Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, ist dies ein klares Indiz für die „weiterhin ungleiche Verteilung der Care-Arbeit in Familien“. Sie unterstreicht: „Eltern sollen frei entscheiden können, wer das kranke Kind zu Hause betreut und wer arbeiten geht.“ Sie äußerte aber den Wunsch, dass Männer öfter von ihrem gesetzlichen Anspruch Gebrauch machen würden.

So viele Kinderkrankentage stehen euch zu

Eltern, die gesetzlich versichert sind, haben die Möglichkeit, Krankengeld zu erhalten, falls ein Kind unter zwölf Jahren erkrankt ist und sie deshalb der Arbeit fernbleiben müssen. Pro Kind stehen jedem Elternteil dafür 15 Tage jährlich zu. Wenn du alleinerziehend bist, erhöht sich die Zahl auf 30 Tage.

Bei mehreren Kindern wächst der Anspruch laut Bundesgesundheitsministerium auf ein Maximum von 35 Arbeitstagen je Elternteil. Für Alleinerziehende beläuft sich das Maximum auf 70 Arbeitstage pro Jahr. Während dieser Zeitspanne kompensiert die Krankenkasse einen erheblichen Teil des Einkommensausfalls und überweist normalerweise 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Inanspruchnahme nach Corona-Hoch etwas gesunken

Interessanterweise ist die Nutzung von Kinderkrankentagen bei der AOK kürzlich leicht zurückgegangen. Im Jahr 2025 stellten 4,6 Prozent der anspruchsberechtigten Versicherten mindestens einmal einen Antrag, nachdem es 2024 noch 4,8 Prozent waren. Ein Rekordwert wurde 2022 während der Corona-Pandemie mit 5,1 Prozent erreicht.

Im vergangenen Jahr umfasste jeder gemeldete Kinderkrankenfall durchschnittlich 2,5 Tage. Als Grundlage für die Untersuchung dienten die Informationen von 14,9 Millionen erwerbstätigen Mitgliedern der AOK. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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