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Strampeln und schlemmenGenussradeln in der Rureifel – fünf schöne Tagestouren

Recherchereise Rureifel
Radfahren am Rursee

Copyright: Oliver Reuter

In der malerischen Rureifel kommen Genussradler wie hier auf dem RurUfer-Radweg bei Heimbach voll auf ihre Kosten.

Erst strampeln, dann schlemmen: Wir haben fünf schöne Rad-Touren mit Gastro-Tipps aus der Rureifel zusammengestellt.

Genussradeln in der Rureifel heißt: unterwegs sein ohne Zeitdruck, mit viel Raum für schöne Ausblicke, kleine Entdeckungen am Wegesrand und gemütliche Pausen. Gut ausgebaute Radwege, abwechslungsreiche Landschaften und gastfreundliche Einkehrmöglichkeiten machen es leicht, Tempo herauszunehmen und die Region in aller Ruhe zu erleben.

Jede Tour darf sich dabei mehr wie ein Ausflug anfühlen als wie Sport – mit vielen Gelegenheiten zum Anhalten, Abschalten und Genießen. Wir haben für Sie die schönsten Routen mit Gastro-Tipps zusammengestellt.

1. Tour: Rursee-Route

Ab Heimbach fahren wir unterhalb von Burg Hengebach am Jugendstilkraftwerk vorbei entlang des RurUfer-Radwegs bis zum Staudamm und Schiffsanleger Schwammenauel. Auf der östlichen Uferseite radeln wir an schönen Ausblicken und stillen Buchten nach Eschauel, wo wir uns im „Beach-Club Eifel“ mit Schnitzel und Salat stärken. Weiter geht’s nach Rurberg. Hier hält der durchgehend geöffnete Kult-Imbiss „Seppi’s Eck“ Erfrischungen bereit, bevor wir über den Paulushofdamm ans andere Ufer und zurück nach Heimbach gelangen.

Der Beach Club Eifel in Eschauel verfügt auch über ein wetterunabhängiges Restaurant.

Copyright: Oliver Reuter

Auf der Terrasse des Beach Club Eifel in Eschauel haben wir einen tollen Ausblick auf die Segelschiffe auf dem Rursee. Die Öffnungszeiten sind wetterabhängig.

Auch mit den Fahrgastschiffen der Rursee-Schifffahrt können wir die Tour bequem verkürzen – ideal, wenn wir es gemütlicher angehen möchten. Zum Abschluss kehren wir in Heimbach im „Eifeler Hof“ der Familie Cremer ein und lassen die Tour bei der leckeren Schmankerlküche mit Oktoberfestbier und einem Schnaps entspannt ausklingen.

Strecke: 33,9 km, Fahrzeit: 3 Std.

Im Restaurant „Eifeler Hof“ lassen wir die Tour bei regionaler Küche entspannt ausklingen.

Copyright: Oliver Reuter

Im Restaurant „Eifeler Hof“ in Heimbach bietet die Familie Cremer regionale Küche und zur Oktoberfestzeit leckere Schmankerln.

2. Tour: Bördeschleife Nord

Start ist am Nationalpark-Tor in Nideggen. Wir radeln durchs Rurtal, vorbei an Buntsandsteinfelsen, aus denen die historischen Gebäude nach dem Krieg wieder aufgebaut wurden, und weiten Blicken hinüber zu den Höhen der Rureifel. Zwischen Feldern und kleinen Orten spüren wir den Wechsel von Eifellandschaft zur Zülpicher Börde – mal leicht bergauf, dann wieder flott bergab. In Obermaubach legen wir eine Pause im gemütlichen „Café Flink“ ein und stärken uns mit hausgemachten Kuchen.

Recherchereise Rureifel
Radtour durch Nideggen

Copyright: Aenni Reuter

EXPRESS-Reporter Oliver Reuter bei der Radtour durch das historische Nideggen

Danach folgen wir dem Flusslauf weiter, bevor wir wieder Richtung Nideggen an Höhe gewinnen und die Ausblicke ins Bördeland noch einmal in Ruhe genießen. Zum Abschluss der Tour kehren wir auf der Burg Nideggen im bayerischen Burgbiergarten 1177 von Herbert Brockel ein, der mit den weiteren kulinarischen Highlights „Oskar’s Streetfood“, „Burgrestaurant“ und „Kaiserblick“ ein neues Kapitel auf der imposanten Burg aufschlägt.

Strecke: 49,5 km, Fahrzeit: 3,5 Std.

Auf der altehrwürdigen Burg Nideggen schlägt Gastronom Herbert Brockel ein neues Kapitel auf.

Copyright: Oliver Reuter

Auf der Burg Nideggen lässt sich im bayerischen Burgbiergarten 1177 oder im Burgrestaurant zünftig speisen.

3. Tour: Vennbahn-Rur-Route

Wir starten am alten Bahnhof von Monschau und tauchen ein in die facettenreiche Landschaft der Grenzregion. Auf der Trasse der Vennbahn rollen wir gemächlich durch dichte Fichtenwälder hinauf ins sich vom Waldbrand erholende Hohe Venn. In Sourbrodt, am eindrucksvoll erhaltenen Bahnhofsgebäude, verlassen wir die Vennbahn und wenden uns über kleine Wege wieder der Rur zu. Auf dem RurUfer-Radweg begleitet uns der Fluss plätschernd durch das idyllische Tal, vorbei an Kloster Reichenstein und der Norbertuskapelle.

Radtour über die Vennbahn 128 und den Reichensteiner Viadukt

Copyright: Rureifel Tourismus GmbH

Beeindruckend: Radtour über die Vennbahn 128 und den Reichensteiner Viadukt

Unterwegs bietet sich der Venngasthof „Zur Buche“ in Mützenich für ein leckeres Gericht aus der regionalen Küche, aber auch für Übernachtungen im „Nassenhof“ an. Zurück in Monschau genießen wir die prachtvolle Fachwerkidylle bei einem Bummel durch die Altstadt und lassen den Tag im „Haus Flosdorff“ bei einem leckeren Flammkuchen und Monschauer Senfrahmschnitzel ausklingen.

Strecke: 40 km, Fahrzeit: 2 Std.

Lecker speisen im Haus Flosdorff auf dem Monschauer Marktplatz

Copyright: Oliver Reuter

Auf dem Monschauer Marktplatz bietet das Haus Flosdorff auf der Terrasse und im Gastraum leckere Speisen.

4. Tour: „Zeitschleife der Befreiung Die Verbindende“

Eine Route, die Geschichtserlebnis und eindrucksvolle Erinnerungsorte miteinander verbindet. Wir starten in Roetgen, dem „Tor zur Eifel“, und folgen stillen Wegen durch Wälder, Dörfer und offene Landschaften der Rureifel und der StädteRegion Aachen. Am ehemaligen Westwall am Grölisbach oder in Schmithof stoßen wir immer wieder auf Tafeln und Installationen, die vom Krieg, der Befreiung und vom Wandel der Region erzählen. So wechseln sich nachdenkliche Momente mit weiten Ausblicken und ruhigen Passagen wie an der Dreilägerbachtalsperre oder dem Zeitfenster Waldrast ab.

Der Landgasthof Gut Marienbildchen in Roetgen

Copyright: Gut Marienbildchen

Im Landgasthof „Gut Marienbildchen“ in Roetgen bietet die Familie Ziemons feine regionale Küche und komfortable Zimmer.

Zurück in Roetgen, bietet sich der Landgasthof „Gut Marienbildchen“ von Familie Ziemons als idealer Stützpunkt an: Im Hotel übernachten wir komfortabel inmitten der Eifellandschaft, im Restaurant stärken wir uns mit feinen regionalen Gerichten (aktuell „Herbstliche Genüsse“) für die nächste Etappe. So wird die Tour zu einer Reise durch Zeit und Landschaft, bei der wir Geschichte bewusst erleben und gleichzeitig die Vielfalt der Rureifel entdecken. Strecke: 41,2 km, Fahrzeit: 3,5 Std.

5. Tour: Kupferstadt-Radroute

Start ist am Stolberger Bahnhof. Wir radeln durch das malerische Indetal und treffen auf die Busch-, Hau- und Bocksmühle, die für die jahrhundertealte Tradition der Metallverarbeitung stehen. Weiter entlang der Inde gelangen wir in das Dorf Breinig, dessen denkmalgeschützte Häuserreihen aus lokalem Bruch- und Blaustein sehr typisch für die Region sind.

Sehr stilvoll: das „Restaurant Schwarzenbruch“ in Stolberg

Copyright: Daniel van Zijp

Im „Restaurant Schwarzenbruch“ in Stolberg ist die „Galerie“ wegen der gemütlichen Atmosphäre bei den Gästen besonders beliebt.

Durch den Wald radeln wir zurück nach Stolberg und bestaunen den Hof Rosenthal sowie den Ausblick auf die mittelalterliche Burg. Im „Restaurant Schwarzenbruch“ heißt das Motto von Inhaber und Küchenmeister Daniel van Zijp: Wo guter Geschmack zu Hause ist und sich kulinarischer Genuss entfaltet. Hier lassen wir die Tour beim Traditonsgericht Ochsenbacke und Süßem aus der hauseigenen Patisserie Revue passieren.

Strecke: 27,3 km, Fahrzeit: 2 Std.

Auch interessant: Genussradeln am Rhein von Remagen bis Emmerich

Genussradeln in der Rureifel – Erholung gleich um die Ecke

Von Köln aus ist man mit dem Auto in einer Stunde in Heimbach oder Monschau, es fahren auch Regionalbahnen. Diese Radreise wurde unterstützt von Kalkhoff Bikes. Unser Reporter testete das E-Bike Image L Excite mit 400 Wh-Bosch-Motor und 29 Zoll-Reifen (UVP 3999 Euro).

  1. www.rureifel-tourismus.de
  2. Mehr zum Fahrrad: www.kalkhoff-bikes.com