Der knallorange Lamborghini raste am Donnerstagabend mit hohem Tempo über die A555. Was dann geschah, dauerte nur Sekunden. Der Sportwagen schleuderte, durchbrach die Leitplanke, prallte gegen einen Baum und wurde durch die Wucht des Aufpralls in mehrere Teile zerrissen. Fahrzeugteile fingen daraufhin Feuer. Der Fahrer (32) starb.
Neue DetailsHorror-Unfall auf der A555 – Helfer konnten Lambo-Fahrer nicht retten

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Horror-Unfall auf der A555. Ein Lamborghini Revuelto kam von der Autobahn ab und wurde völlig zerfetzt. Der Fahrer starb, sein Beifahrer kam schwer verletzt in die Bonner Uniklinik.
Für die Augenzeugen war es ein Albtraum, denn der zerfetzte Sportwagen verlor seinen Motor in dem angrenzenden Grüngelände und ging in Flammen auf. Eine schwarze Wolke war weit sichtbar.
Mit Handlöschern versuchten Zeugen verzweifelt, den Brand zu bekämpfen, doch das war kaum möglich. Inzwischen waren Sanitäter herbeigeeilt, die zufällig kurz dahinter im Stau standen. Sie fanden die beiden Insassen, die aus dem Lamborghini herausgeschleudert worden waren, und kümmerten sich umgehend um sie.
Horror-Unfall mit Lamborghini auf A555
Der Bonner Feuerwehrsprecher Eric Lambertz gegenüber EXPRESS.de: „Die Sanitäter begannen bei dem Fahrer sofort mit der Reanimation. Doch sie mussten die Maßnahmen schließlich einstellen, sie konnten ihm nicht mehr helfen.“
Der Beifahrer hatte unvorstellbares „Glück“, dass er den Horror-Crash überhaupt überlebte. Er wurde schwer an Beinen und Armen verletzt, wurde dann in die Bonner Uniklinik gebracht. Die Ärzte schätzen seinen Zustand nicht als lebensbedrohlich ein.
Während der Rettungsmaßnahmen dann das nächste Drama. Im Stau kollabierte eine Frau in einem Bus. Sofort kümmerten sich Ärzte und Polizisten um die Frau, die ebenfalls in eine Klinik gebracht wurde. Durch die enorme Wucht des Unfalls waren zig Fahrzeugteile des Supersportwagens durch die Gegend geschleudert worden – auch auf die Gegenfahrbahn der A555 in Richtung Bonn. Dadurch kam es zu einem Unfall, weil ein Fahrzeug über die Teile gefahren war. Die Polizei sicherte auch diese Unfallstelle ab, während das Unfallteam der Kölner Polizei eintraf, um die Spuren des Lambo-Unfalls zu sichern.
Nachdem die Beamten die Kennzeichen des Lambos gefunden hatten, konnten sie auch die Identität des Toten feststellen. Bei dem Sportwagen handelte es sich nicht um ein gemietetes Fahrzeug, es ist auf eine Privatperson im Rhein-Sieg-Kreis zugelassen, hatte also SU-Kennzeichen. Der Fahrer soll nach Erkenntnissen der Kölner Polizei kein Prominenter sein.
1015-PS-Auto bei Unfall auf Autobahn zerfetzt
Der zerfetzte Lamborghini Revuelto kostet mit dem Carbon-Paket rund 600.000 Euro. Er hat 1015 PS, einen Verbrenner-Motor und drei Elektromotoren. So ausgestattet schafft er es in 2,5 Sekunden auf 100, Spitze über 350 km/h.
Ob die beiden Männer die A555 gezielt befuhren, um den Wagen auszufahren, ist noch unklar. Die Polizei hatte zunächst auch ermittelt, ob der Unfall möglicherweise im Zuge eines illegalen Wettrennens passierte. Doch am Freitag hatten die Ermittler alle Zeugenaussagen ausgewertet und stellten fest, dass es für ein Wettrennen mit einem anderen Fahrzeug keine Hinweise gibt.
Weil die Autobahn für die Unfallaufnahme bis zum Freitagmorgen gesperrt blieb, wurden Autofahrer, die rund vier Stunden in ihren Fahrzeugen gewartet hatten, gegen die Fahrtrichtung über einen Feldweg abgeleitet. Das Unfallteam muss nun klären, was die Katastrophe auf der A555 auslöste.
