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Bis heute keine LeicheAuf 350 Metern verschwand 1988 eine Kölner Studentin

Ein altes Foto zeigt die Kneipe Lichtblick von außen.

Copyright: Polizei/Winfried Lambrecht

Dagmar Knops, Studentin in Köln, ist in der Nacht auf den 29. März 19988 nach einem Kneipenbesuch im "Lichtblick" in der Kempener Altstadt spurlos verschwunden.

Aktualisiert:

Die Polizei hat den Cold Case Dagmar Knops neu aufgerollt. Die Kölner Studentin verschwand nach einem Kneipenbesuch mit Freunden spurlos.

Wenn ein Mensch einfach verschwindet... Wie die Kölner Studentin Dagmar Knops. Von ihr gibt es auch nach fast 40 Jahren keine Spur – und auch keine Leiche.

In der Nacht zum 29. März 1988 verschwand die damals 22-Jährige nach einem Kneipenbesuch in der Kempener Altstadt. So, als wäre sie vom Erdboden verschluckt worden. Jetzt haben die Staatsanwaltschaft Krefeld und die Polizei Mönchengladbach den sogenannten Cold Case neu aufgerollt.

Kölner Studentin: Cold Case Dagmar Knops bei „Aktenzeichen XY“

Obwohl eine Leiche nie gefunden wurde, gehen die Ermittler davon aus, dass Dagmar Knops einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch (4. November) stellt Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen den Fall vor.

Demnach besuchte Dagmar Knops, die in Köln Sozialpädagogik studierte, in den Semesterferien 1988 ihre Eltern in Kempen am Niederrhein. Am Abend des 28. März besuchte sie gemeinsam mit Freunden die Kneipe „Lichtblick“ (gibt es heute nicht mehr) in der Kempener Altstadt, Tiefstraße 24. Das Lokal verließ sie gegen 22.15 Uhr alleine.

Bis zum Haus ihrer Eltern in der Siegfriedstraße sind es nur circa 350 Meter. Doch dort kam die Studentin nie an...

Seitdem beißen sich die Ermittler an dem Fall die Zähne aus. Bereits im Jahr 2006 hatten sie sich ihm erneut angenommen, ohne Ergebnis. Jetzt nehmene sie einen weiteren Anlauf. Was mit Dagmar Knops passiert ist und wer dafür verantwortlich ist, soll endlich geklärt werden.

Zunächst unbedeutende Hinweise können relevant sei

Gesucht werden Menschen, die sich noch an die damalige Zeit erinnern. „In fast 40 Jahren kann sich vieles verändern, auch die Beziehung zwischen Menschen. So können auch Hinweise relevant sein, die zunächst unbedeutend erscheinen“, erklärte ein Ermittler am Montag (26. Oktober 2026).

Dagmar Knops trägt einen Fransenpony und ist mit einem gestreiften Pulli bekleidet.

Copyright: Polizei

Dagmar Knops, Studentin in Köln, ist in der Nacht auf den 29. März 19988 nach einem Kneipenbesuch im "Lichtblick" in der Kempener Altstadt spurlos verschwunden.

  1. Gibt es Zeugen, denen sich der Täter im Laufe der Zeit offenbart hat, sei es auch nur andeutungsweise?
  2. Kennen Sie Personen, die sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Fall beschäftigt haben?
  3. Kannten Sie Dagmar Knops und können noch etwas zum Fall beitragen?
  4. Gibt es Zeugen, die Dagmar Knops auf ihrem Heimweg gesehen haben?
  5. Gibt es Personen, die bereits im Jahr 1988 mit den damaligen Ermittlern sprachen, heute aber Geschehnisse hinzufügen möchten, die sie damals für nicht erwähnenswert hielten?

Die Ermittler hoffen auch auf Zeugen, die sich vielleicht noch an eine Gruppe Jugendlicher/junger Erwachsener erinnern. Sie soll auf einer Bank gleich in der Nähe des Lokals „Lichtblick“ gesessen haben, als Dagmar Knops das Lokal verlassen hat. Die Polizei konnte diese Personen nie ermitteln.

Nicht zuletzt suchen sie die Verfasserin oder den Verfasser von zwei anonymen Briefen aus den Jahren 2005 und 2008. In diesen Briefen wurde ein angeblicher Ablageort der Leiche von Dagmar Knops genannt. Umfangreicher Suchmaßnahmen an den genannten Ablageorten liefen erfolglos. Dennoch bitten Staatsanwaltschaft und Polizei die Verfasserin oder den Verfasser der anonymen Briefe, sich zu melden, da diese/dieser möglicherweise neue Ermittlungsansätze liefern kann.

Die Cold Case Dagmar Knops ist Teil der Öffentlichkeitskampagne „Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich.“ Die Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Mönchengladbach sucht stetig nach neuen Chancen, um lange zurückliegende Kapitalverbrechen zu klären, Tatverdächtige zu identifizieren und den Hinterbliebenen Gewissheit zu verschaffen. Hoffentlich auch im Fall der Kölner Studentin. (iri)