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Gewitterfront nahe KölnFeuerwehr im Dauereinsatz – auch „dank“ kurioser Fehlalarme

Baum auf Straße und Pkw.

Copyright: Feuerwehr Rösrath

Auf Straßen und geparkte Autos stürzten Bäume wie hier am Freitagabend (19. Juni) in Rösrath.

Aktualisiert:

Heftige Gewitterfront in Rhein-Berg: Bäume stürzten auf Autos und Stromleitungen. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Wieder hält ein Gewitter die Feuerwehr in Atem: Während die Kölner Wehr Sonntagfrüh (21. Juni) eine ruhige Nacht meldete, hatten die Einsatzkräfte in Rhein-Berg alle Hände voll zu tun.

Umgefallene Bäume, Wassereinbrüche und kuriose Fehlalarme sorgten für zahlreiche Einsätze. 

Im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis schrillten die Alarmglocken

Die Ankündigung des Deutschen Wetterdienstes verhieß nichts Gutes. Es wurde vor schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Orkanböen bis 100 Stundenkilometern gewarnt. Im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis schrillten daraufhin die Alarmglocken, nachdem auch die Feuerwehr Bergisch Gladbach sofort über ihre Kanäle eine Warnung herausgegeben hatte.

Die Einsatzkräfte machten sich bereit, als die Sturmfront über die Gegend zog. Ein totales Chaos blieb zum Glück aus, aber die Helfer hatten trotzdem reichlich zu tun.

In Rösrath ging es um 19.37 Uhr richtig los, als die Feuerwehr ihren Meldekopf zur Steuerung der Notrufe aktivierte. Gleichzeitig begaben sich die Mannschaften in den Feuerwehrhäusern in Bereitschaft. Etwa 40 Kräfte aller Einheiten waren bis fast Mitternacht pausenlos gefordert. „Der Durchzug der Unwetterfront sorgte für zahlreiche Einsätze im gesamten Stadtgebiet“, berichtet Feuerwehrsprecher Luca Meysing.

Der Tag hatte aber schon turbulent begonnen. Bereits am Vormittag mussten die Helfer zu einem Seniorenheim ausrücken, weil dort die Brandmeldeanlage Alarm schlug. Nach einer gründlichen Suche war klar: blinder Alarm. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am frühen Abend in einem großen Möbelhaus. Auch hier ging die Anlage los, ohne dass die Feuerwehr einen Grund dafür finden konnte.

Ein baum Baum liegt auf einer Stromleitung.

Copyright: Feuerwehr Rösrath

Ein Baum ist durch das Unwetter auf eine Freilandleitung gestürzt.

Beinahe zeitgleich wurde ein brennendes Fahrzeug gemeldet. Vor Ort fanden die Helfer jedoch keine Flammen vor. Stattdessen mussten sie eine Ölspur von der Fahrbahn entfernen. Eine andere Brandmeldeanlage schlug später an – diesmal war eindringendes Wasser der Auslöser.

Baum krachte auf Straße und demolierte geparktes Auto

Als die Gewitterfront gegen 19.30 Uhr eintraf, nahmen die wetterbedingten Notrufe stark zu. Ein entwurzelter Baum versperrte eine komplette Straße und beschädigte dabei ein geparktes Fahrzeug. Mit mehreren Kettensägen zerlegten die Feuerwehrleute das massive Hindernis. Auf der Autobahn mussten gemeinsam mit der Polizei unzählige Äste von der Fahrbahn geräumt werden.

Auch in eine Sporthalle war Wasser eingedrungen. Die Einsatzkräfte rückten mit mehreren Industriesaugern an, um die Wassermengen aufzunehmen. Zwei weitere gemeldete Wassereinbrüche stellten sich bei der Überprüfung als weniger schlimm heraus und erforderten kein Eingreifen.

Mysteriöser Rauch über dem Wald war nur Nebel

Für Aufregung sorgte am Abend eine gemeldete Rauchentwicklung über einem Waldstück bei Forsbach. Vor Ort stellte sich die angebliche Rauchwolke jedoch als harmloser Nebelschleier heraus – eine unerwartete Wendung.

Selbst um 21.46 Uhr war keine Ruhe in Sicht, als ein Baum auf eine Stromleitung krachte. Mithilfe der Drehleiter konnte die Gefahrenstelle entschärft werden. Kurze Zeit später fiel ein weiterer Baum auf einen Pkw und zertrümmerte dessen Windschutzscheibe. Erst gegen 23.50 Uhr war der letzte Einsatz des Abends abgeschlossen.

Die Unwetterfront forderte auch die Feuerwehr in Overath. Insgesamt neun Mal mussten die Helfer dort ausrücken. Aufgrund der Wetterlage wurde auch dort um 19.37 Uhr der Meldekopf in Betrieb genommen. Die meisten Notrufe kamen aus dem Bereich Marialinden, wo vor allem umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste beseitigt werden mussten.

Glücklicherweise gab es laut Feuerwehr keine größeren Zerstörungen oder Verletzte. „Insgesamt hatten wir Glück, da die Unwetterzelle weiter südlich am Stadtgebiet Overath vorbeizog und somit größere Auswirkungen ausblieben“, teilte die Feuerwehr mit. Im Einsatz waren die Einheiten aus Marialinden, Overath und Immekeppel.

Auch in Kürten: Bäume als Gefahr in der Nacht

Infolge des Unwetters wurde auch die Feuerwehr in Kürten alarmiert. Schon am Freitagabend um 19.28 Uhr musste die Einheit Dürscheid nach Spitze fahren. Ein umgefallener oder beschädigter Baum stellte dort eine Bedrohung dar. Die Helfer konnten die Gefahrenquelle beseitigen.

Ein weiterer Einsatz wegen des Wetters stand am frühen Sonntagmorgen an. Um 5.02 Uhr ging der Ruf nach Biesfeld, wo ebenfalls ein Baum zu einer Gefahr geworden war. Auch hier sicherten die Einsatzkräfte den Bereich und räumten das Hindernis aus dem Weg.

Die Situation in Kürten blieb damit vergleichsweise ruhig. Berichte über größere Zerstörungen oder verletzte Menschen wurden nicht bekannt.(red)

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