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Bitteres Aus im RheinlandBaumarkt-Riese schließt Filialen – Mitarbeiter stehen auf der Straße

Gleich vier Hellweg Baumärkte und Gartencenter in der Region müssen schließen. (Symbolfoto)

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Gleich vier Hellweg Baumärkte und Gartencenter in der Region müssen schließen. (Symbolfoto)

Hellweg schließt vier Baumärkte im Rheinland. Hunderte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stehen nun auf der Straße.

Tränen bei den Angestellten: Gleich vier regionale Hellweg-Märkte machen dicht. Lediglich ein einziger Standort entgeht der Pleite-Welle.

Jetzt herrscht traurige Gewissheit. Laut offizieller Mitteilung vom freitag (28. August) gibt es keinen Retter für die Hellweg-Filialen in Mettmann, Monheim, Sankt Augustin und Bonn.

Pleite-Drama: Endstation für regionale Baumärkte

Einzig der Standort in Mechernich (Kreis Euskirchen) kann weiterplanen. Dort bahnt sich laut Unternehmensangaben eine Übernahme durch Mitbewerber Obi an. In den restlichen vier betroffenen Städten erhalten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Kündigung.

Monatelanges Zittern war völlig umsonst. Prof. Dr. Gerrit Hölzle, der als Co-Sanierungsgeschäftsführer bei Hellweg sowie BayWa Bau & Garten agiert, bezeichnete den Ausgang als „sehr schwierige Nachricht“. Zwar konnten etliche Jobs gesichert werden, den rheinischen Adressen fehlt allerdings jegliche Zukunftsaussicht.

Deutschlandweit lief die Suche nach neuen Eigentümern auf Hochtouren. Orte wie Münster, Essen oder Dortmund hatten Glück. Deren Pforten schließen nicht. Rund um die Domstadt scheiterten jedoch sämtliche Verhandlungen.

Hunderte Betroffene müssen jetzt den schweren Weg zum Arbeitsamt antreten. Gewerkschaften sowie Betriebsräte kämpften – ohne Erfolg. Nun rücken Abfindungsgespräche und Sozialpläne in den Fokus, damit der Absturz in die Erwerbslosigkeit wenigstens monetär gelindert wird. Zuvor hatte das gesamte Personal noch extremen Einsatz gezeigt.

Düstere Aussichten: Was wird aus den riesigen Flächen?

Für die Kommunen bedeutet diese Pleite ebenfalls einen heftigen Dämpfer. Mit dem Verschwinden der Baumärkte aus Monheim, Mettmann, Sankt Augustin sowie Bonn, geht Kaufkraft verloren. Den örtlichen Gewerbegebieten fehlt ein Besuchermagnet. Wer künftig Pinsel, Blumenerde oder Werkzeug braucht, muss weite Wege in Kauf nehmen.

Niemand weiß aktuell, wer diese verwaisten Hallen künftig nutzt. Das Unternehmen sucht weiterhin nach Nachmietern. Häufig schnappen sich andere Einzelhändler solche Grundstücke, gelegentlich wachsen dort komplett frische Ideen heran. Zunächst startet aber der bittere Ausverkauf, bevor endgültig abgeschlossen wird. (red)

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