Nach Monaten voller Schmerzen und Tränen kann die schwerbehinderte Maria (34) endlich wieder lachen – dank eines Professors der Kölner Uniklinik.
Nach Monaten voller Schmerzen und TränenKölner Professor schenkt Maria das Lachen zurück

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Maria kann endlich wieder lachen. Die schwerbehinderte Kölnerin hatte seit dem Sommer Zahnschmerzen.
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„Aber wo sollen wir hin?“ Mit diesem verzweifelten Satz hatte sich die Kölnerin Gaetana Rohr (54) an EXPRESS.de gewandt. Ihre schwerbehinderte Tochter Maria litt seit dem Sommer unter heftigen Zahnschmerzen, doch eine Behandlung war nicht möglich.
Jetzt aber ist Maria endlich wieder schmerzfrei! Ein Professor der Uniklinik Köln hat ihr das Lachen zurückgegeben.
Schwerbehinderte Kölnerin: Zahnbehandlung nur unter Vollnarkose möglich
Das Problem bei Maria ist, dass sie sich bei einem normalen Zahnarzt weigert, den Mund zu öffnen. Aufgrund ihrer Behinderung ist sie noch wie ein kleines Kind. „Sie versteht nicht, warum sie den Mund öffnen soll“, erklärt die Mutter. Daher ist eine Zahnbehandlung nur unter Vollnarkose möglich.
Doch auch das stellte Gaetana Rohr vor ein scheinbar unlösbares Problem. Sie suchte vergeblich nach einer Zahnklinik, auch im weiteren Umfeld von Köln. „Die Zahnärzte würden meine Tochter behandeln, die Anästhesisten leider nicht“, so die 54-Jährige.
Ein Sprecher der Zahnärztekammer Nordrhein bestätigte gegenüber EXPRESS.de, dass Zahnärzte und Zahnärztinnen inzwischen aufgrund der massiven Zunahme komplexer, rechtlicher Vorgaben Probleme hätten, Anästhesistinnen oder Anästhesisten für Behandlungen zu finden. Er bot Gaetana Rohr und ihrer Tochter aber sofort Hilfe an.
Dank der Initiative der Zahnärztekammer gab es prompt eine positive Rückmeldung der Kölner Uniklinik. Ein Professor, Facharzt für orale Chirurgie und Implantologie, konnte kurzfristig einen Termin für die vor Schmerzen weinende Maria freischaufeln.

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Maria Rohr ist am Freitag (20. Februar 2026) in der Kölner Uniklinik unter Vollnarkose behandelt worden.
Nach zwei Vorgesprächen wurde die 34-Jährige vor wenigen Tagen erfolgreich unter Vollnarkose behandelt. „Gestern hat sie ihr erstes Nutella-Brot gegessen“, erzählt Gaetana Rohr am Dienstag (24. Februar) gegenüber EXPRESS.de. „Meine Tochter hatte Karies, außerdem wurde eine Zahnreinigung vorgenommen. Die waren damit zwei Stunden beschäftigt.“
Anschließend sei der Professor sogar noch zu ihnen gekommen. „Er hat Hallo gesagt und, dass alles in Ordnung sei“, berichtet die Kölnerin. Anders als bei Marias letzter Zahnbehandlung vor acht Jahren hätten sie die Nacht auch nicht in der Klinik bleiben müssen. Dennoch hofft Gaetana Rohr, dass der nächste Zahnarzttermin ihrer Tochter etwas länger auf sich warten lässt.


