Es ist eiskalt in Köln: So wird Obdachlosen in der Stadt geholfen. Und so können Kölnerinnen und Kölner selbst helfen.
Eiskaltes KölnFür einige droht Lebensgefahr: Alle Infos für den Notfall

Copyright: Alexander Schwaiger
Schneefall in der Kölner City. Vor allem für Obdachlose ist der eiskalte Winter eine Herausforderung.
Aktualisiert
Die Wetterlage spitzt sich zu, es ist eiskalt in Köln. Für Menschen ohne Obdach kann diese Kälte lebensgefährlich werden, da die Gefahr besteht, im Schlaf zu erfrieren.
Deswegen sind Kältebusse sowie die Kältegänge von Streetworkern und Ehrenamtlichen in Köln jetzt besonders wichtig. Oftmals werden eine warme Suppe und Decken verteilt. Die Stadt Köln hat ihre Winterhilfe ebenfalls am 1. November gestartet. Ihre Aktionen werden eng mit der Polizei, den Kölner Verkehrs-Betrieben und dem Ordnungsamt koordiniert. Dieses Hilfsangebot läuft bis zum 31. März 2026.
Kölner Kältebus
Malte Petrikat vom Kölner Kältebus erzählt im Podcast „Talk mit K“, wie sie Obdachlose unterstützen und was er als Ehrenamtler auf den Straßen erlebt.
Er erklärt, dass es wichtig sei, bei diesen Temperaturen wachsam zu sein:
Sein Hinweis: Wer Menschen auf der Straße sieht, die dringend Hilfe benötigen, soll die 112 rufen. Wenn es sich um keinen Notfall handelt, könne auch der Kältebus gerufen werden: Der ist telefonisch zwischen 18 und 23 Uhr unter folgender Nummer zu erreichen: 0162 4608 745.
Hilfe rund um die Uhr per Telefon und E-Mail
Eine Unterkunft in der Ostheimer Straße 220, die vom Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) betrieben wird, ermöglicht wohnungslosen Menschen einen Aufenthalt rund um die Uhr. In dem Gebäude stehen 72 Plätze für Frauen und Männer zur Verfügung. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Der Zugang zu dieser Einrichtung ist ganztägig möglich. Eine Vermittlung kann auch durch die Fachstelle Wohnen des Sozialamts, verschiedene Träger, Initiativen, Streetworker, die Polizei, KVB, das Ordnungsamt, die Bahnhofsmission oder andere Notschlafstellen erfolgen.
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Zusätzlich zur Möglichkeit der Übernachtung wird dort tagsüber Essen ausgegeben. Die Menschen haben außerdem die Gelegenheit zu duschen, ihre Wäsche zu waschen und zu trocknen. Ihre persönlichen Gegenstände können sie in Fächern sicher verschließen. Zudem erhalten sie bei Bedarf kurzfristig Unterstützung und Vermittlung durch Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen.
Auch dieses Jahr hat der SKM wieder eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet. Das Winterhilfetelefon ist unter 0221/56097310 erreichbar, zusätzlich gibt es ein Winterhilfepostfach per E-Mail an winterhilfetelefon@skm-koeln.de.
Seit dem 1. November ist das Winterhilfetelefon aktiv. Dort können Hinweise zu obdachlosen Personen gemeldet werden, die sich bei der Kälte draußen aufhalten. Das stadtweite Streetwork-Team sucht die gemeldeten Orte oder Personen dann zeitnah auf. Vor Ort informieren sie die Betroffenen über alle verfügbaren Hilfsangebote der Winterhilfe. Die Stadt Köln appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, wachsam zu sein. Bei Menschen in akuter Gefahr sollte sofort der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigt werden.
Auch für die Hunde von Obdachlosen gibt es Hilfe
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Köln sowie Ehrenamtliche von freien Trägern wie Helping Hands Cologne suchen bei den Kältegängen gezielt Schlafplätze von Obdachlosen auf. Die dort angetroffenen Menschen erhalten Informationen über die Hilfsangebote der Stadt. Täglich zwischen 18.00 und 23.00 Uhr ist zudem der Kältebus des Vereins Freunde der Kölner Straßen und ihrer Bewohner unter der Telefonnummer 0162/4608745 erreichbar.
Der Tierschutzverein in Zollstock stellt auch in diesem Winter wieder fünf Plätze pro Nacht für die Hunde von wohnungslosen Menschen zur Verfügung. Die Hundebesitzer und Hundebesitzerinnen können ihre Tiere abends bis 18.00 Uhr oder zwischen 20.00 und 21.00 Uhr bringen. Die Vierbeiner verbringen die Nacht in einem beheizten Zwinger mit Fußbodenheizung und erhalten Futter sowie Wasser. Morgens ab 7.00 Uhr ist eine Abholung der Hunde wieder möglich. Um eine kurze telefonische Absprache unter der Nummer 0221/381858 wird gebeten (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
