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Wegen Post-Chaos Staatsanwaltschaft Köln: So viele packen mit an – auch „hohe Tiere“ dabei

Haupteingang der Staatsanwaltschaft Köln.

Bei der Staatsanwaltschaft Köln sind am Samstag (28. Mai 2022) viele zu einer Solidaritätsaktion gekommen, um den Postrückstand aufzuarbeiten.

Trotz des Samstags wird bei der Kölner Staatsanwaltschaft tüchtig geschuftet. Es gilt, den Postrückstand aufzuarbeiten.

Die Kölner Staatsanwaltschaft ist am Wochenende geschlossen. Doch an diesem Samstag (28. Mai 2022) herrscht reger Betrieb. Mehr als 70 Leute wuseln herum – vom Wachtmeister bis zum Generalstaatsanwalt! Es duftet nach Kaffee, zum Mittag gibt’s Pizza.

Sie alle sind dem Aufruf von Generalstaatsanwalt Thomas Harden gefolgt, der am Montag in einem Brandbrief zu einem „Freiwilligentag“ aufgerufen hat. Grund war massenweise liegengebliebene Post, die bei der Staatsanwaltschaft zu chaotischen Zuständen geführt hat.

Staatsanwaltschaft Köln wegen Corona in Personalnot

Insbesondere die vierte Coronawelle im vergangenen Winter habe der Staatsanwaltschaft Köln personaltechnisch – gerade im Bereich der Serviceeinheiten – stark zugesetzt, erklärt Sprecher Ulrich Bremer, der seit 8 Uhr mit von der Partie ist.

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Serviceeinheiten sind vergleichbar mit einem Sekretariat, in dem der gesamte Schriftverkehr verwaltet wird. Zudem sind sie Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger sowie die Rechtsanwaltschaft bei Fragen zum Verfahren.

Bremer: „Die Personalnot in diesem Bereich hat dazu geführt, dass zum Beispiel eingehende Post nicht mehr zeitnah zugeordnet werden konnte und es dadurch bedauerlicherweise zu nicht unerheblichen Verzögerungen in der Bearbeitung von Verfahren in den betroffenen Abteilungen gekommen ist.“

Generalstaatsanwalt in Köln: Viele sind eindringlichem Appell gefolgt

Um die Situation zu einschärfen, hat die Behördenleitung den Generalstaatsanwalt in Köln um Hilfe gebeten. Und viele sind dem eindringlichen Appell gefolgt, verzichten auf den Großteil ihres freien Samstags und packen tüchtig mit an. Unentgeltlich. Für alle ist das Ehrensache.

Neben Generalstaatsanwalt Thomas Harden und dem Leitenden Oberstaatsanwalt Joachim Roth sind auch viele von den Staatsanwaltschaften Bonn und Aachen sowie der Generalstaatsanwaltschaft mit dabei. „Es ist ein Plan entworfen worden, wie in kleinen Teams die Post am effektivsten den jeweiligen Verfahren zugeordnet werden kann“, erklärt Sprecher Ulrich Bremer.

Vier von mehr als 30 Abteilungen der Staatsanwaltschaft Köln betroffen

Von den mehr als 30 Abteilungen der Kölner Staatsanwaltschaft sind besonders vier Abteilungen aus dem Bereich „Allgemeine Kriminalität“ betroffen. Bremer: „Die Staatsanwaltschaft ist also durchaus funktionsfähig. Im Übrigen sind unaufschiebbare Angelegenheiten, wie zum Beispiel Haftsachen, unverzüglich bearbeitet worden.“

Dank der Solidaraktion ist man bei der Kölner Staatsanwaltschaft zuversichtlich, dass sich die Rückstände merklich reduzieren werden und sich die Situation verbessert. Zudem werden binnen der nächsten drei Monate 13 Justizbeschäftige eingestellt, um für weitere Entlastung zu sorgen. (iri)

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