Sensationelle Erfindung Keine gewöhnliche Dachpfanne – Kölner Hochschule hat mitgetüftelt

Das Foto zeigt ein mit Solardachpfannen eingedecktes Testdach an der TH Köln.

Das mit der Solardachpfanne eingedeckte Testdach an der TH Köln. Hier wurden die speziellen Dachpfannen getestet.

Auf diese Erfindung haben viele Hausbesitzer und -besitzerinnen sicher schon lange gewartet. In Köln wurde die spezielle Dachpfanne mitentwickelt und optimiert.

Gerade jetzt in der Energiekrise wird das Thema Solar immer wichtiger. Nun ist Tüftlern ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt gelungen. Mit dabei: die Technische Hochschule Köln.

Es geht um eine spezielle Dachpfanne! Interessant sind die Solardachpfannen vor allem für Hausbesitzerinnen und -besitzer, die aus ästhetischen Gründen oder wegen des Denkmalschutzes keine Solaranlage auf ihrem Dach installieren wollen oder dürfen.

Spezielle Solardachpfanne zusammen mit TH Köln entwickelt

Eine von der Firma paXos entwickelte und zusammen mit der TH Köln optimierte Solardachpfanne wurde jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.

Alles zum Thema Energiekrise

Diese erzeugt elektrische sowie thermische Energie und ist optisch von einem herkömmlichen Dachziegel kaum zu unterscheiden. Den finalen Schritt Richtung Marktreife gingen die beiden Partner in einem gemeinsamen Forschungsprojekt.

„Viele Dachflächen in Deutschland werden nicht zur Energieerzeugung genutzt – dabei wäre dies ein wichtiger Baustein zum Gelingen der Energiewende. Wir möchten ein Angebot schaffen für den denkmalgeschützten Bestand und für Menschen, die wegen der Optik bisher auf Solar verzichtet haben. Dafür war die Kooperation mit der TH Köln entscheidend“, sagt Julian Münzberg, Projektleiter bei PaXos.

Um den Prototypen für die Serienfertigung weiterzuentwickeln, wurde das Projekt „Solardachpfanne.NRW – Dezentrale Strom- und Wärmeversorgung made in NRW“ ins Leben gerufen.

Spezielle Solardachpfanne in Köln getestet und optimiert

Forschende der TH Köln aus den Bereichen Photovoltaik, Erneuerbare Energien, Leistungselektronik und Glasbau der TH Köln erprobten und optimierten das Produkt über mehr als drei Jahre. Unter anderem entstanden zwei Testflächen, um ein mit der Solardachpfanne eingedecktes Dach und herkömmliche Solarmodule im Langzeitversuch zu vergleichen.

„Durch die von uns vorgenommen Anpassungen an der eigentlichen Dachpfanne sind die physischen Eigenschaften und auch die Energieausbeute deutlich verbessert worden. Das System war damit bereit für den Dauereinsatz unter realen Bedingungen“, sagt Prof. Dr. Christian Dick, Projektleiter an der TH Köln.

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In dem bisherigen achtmonatigen Leistungstest unter realen Bedingungen zwischen März und Oktober 2022 zeigte die Anlage vergleichbare Werte in der elektrischen Leistungsfähigkeit wie eine Referenzanlage mit konventionellen, auf Ständern montierten Solarmodulen.

Das Unternehmen paXos hat inzwischen die im Zusammenhang mit der Solardachpfanne eingereichten Patente an einen Hersteller von Solarsystemen verkauft. Dieser wird nun die Serienherstellung übernehmen. Wie teuer die Solardachpfannen im Verkauf sein werden, ist nicht bekannt. (mt)

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