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Sohn (10) von Vater entführt Endlich: Für gebürtige Kölnerin endet in Mittelamerika langer Albtraum

Melanie B. nimmt ihren Sohn (10) in den Arm.

Dieses ältere Bild zeigt Melanie B. mit ihrem Sohn, der von seinem Vater entführt worden war. Am Montag (7. Februar 2022) kam die tolle Nachricht, dass der Junge in Panama gefunden worden ist und sich in Obhut seiner Mutter befindet.

Eine Mutter bangte um ihr Kind, das am 2. Januar aus dem Urlaub beim getrennt lebenden Vater zurückkehren sollte. Jetzt gibt es eine tolle Nachricht.

Wo ist mein Kind? Geht es ihm gut? Es waren verzweifelte Fragen, die sich die gebürtige Kölnerin Melanie B. stellte. Denn Tag um Tag verging, ohne dass sie ihren zehnjährigen Sohn wieder in die Arme schließen konnte. Nach mehr als einem Monat gibt es endlich ein Happy End.

Wie die Staatsanwaltschaft Pforzheim am Montag (7. Februar 2022) bekannt gibt, ist der entführte Junge in Panama gefunden worden und wieder in der Obhut seiner Mutter. Der Vater (50) des Kindes befände sich in Panama (Mittelamerika) in Auslieferungshaft, so ein Sprecher.

Entführter Sohn: Gebürtige Kölnerin selbst nach Panama gereist

Der 50-Jährige sei am Samstag (5. Februar) auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls in der Stadt Pedasi verhaftet worden, heißt es weiter. Die Pforzheimer Staatsanwaltschaft ist zuständig, weil Melanie B. seit einiger Zeit in Mühlacker bei Pforzheim (Baden-Württemberg) wohnt. Auch das Bundeskriminalamt sowie Interpol waren in den Fall eingeschaltet.

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Mutter Melanie B. war laut Ermittler am Wochenende ebenfalls in Panama. Vor Ort sei ihr der Junge übergeben worden. Für die gebürtige Kölnerin endet damit ein Albtraum.

„Mein Engel, deine Mama sucht dich und wird dich finden“, schrieb Melanie B. zuletzt auf ihrer Facebookseite. Sie hatte einen großen Suchaufruf in mehreren Sprachen gestartet, unter anderem auf Spanisch. Demnach war ihr Sohn mit seinem Vater über Amsterdam nach Panama (Mittelamerika) geflogen. Beide sollten dort am späten Nachmittag des 28. Dezember 2021 gelandet sein.

Köln: Suche nach vermisstem Sohn von Melanie B.

Der belgische Vater des Kindes, von dem Melanie B. getrennt ist, sollte den Zehnjährigen nach einem gemeinsamen Weihnachtsurlaub am Sonntag (2. Januar 2022) der Mutter am Kölner Hauptbahnhof übergeben. So war es vereinbart. Doch sie wartete vergeblich.

Am Dienstag (4. Januar 2022) hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Pforzheim auf EXPRESS.de-Nachfrage dann bestätigt, dass ein Ermittlungsverfahren wegen Entziehung Minderjähriger eingeleitet wurde. Am Donnerstag (3. Februar 2022) hakte EXPRESS.de erneut bei der Pforzheimer Staatsanwaltschaft nach. Darauf erklärte Sprecher Mirka Heim: „Die Ermittlungen laufen. Wir haben die aus unserer Sicht notwenigen Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet.“

Köln: Wurde Melanie B.s Sohn entführt, damit er nicht geimpft wird? 

Der Vater des Zehnjährigen hatte kurz vor Weihnachten unter anderem die Herausgabe des Reisepasses seines Sohnes vor Gericht erstritten. Er soll ein Impfgegner sein und nicht gewollt haben, dass der Junge gegen Corona geimpft wird. Ob das der Grund für die Entführung war, ist  unklar. Die Ermittler äußern sich diesbezüglich noch nicht.

Mutter Melanie hat für den Zehnjährigen das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht. Dem leiblichen Vater war der Umgang mit seinem Sohn demnach nur bis zum 2. Januar 2022 erlaubt. Sie hatte seitdem große Angst um ihr Kind. Versuche, den Vater telefonisch und per Mail zu erreichen, seien erfolglos gewesen, berichtete sie. Zudem gab es von ihm einen Abschiedsbrief. Darin soll er unter anderem geschrieben haben, dass ihm alles zu viel sei. (iri, mit dpa)

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