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Demo in Köln Feuerwehr löst festgeklebte Menschen von der Straße – Aktivisten geben Statement ab

Demonstrierende sitzen auf der Straße vor zahlreichen Autos, die Polizei ist vor Ort.

Demonstrierende blockieren auf der Inneren Kanalstraße in Köln den Verkehr.

Nachdem es in Köln erneut zu einer Sitzblockade in Richtung Zoobrücke kam und der Verkehr auf der Inneren Kanalstraße stark beeinflusst wurde, ist nun wieder freie Fahrt angesagt.

Schon wieder haben sich Demonstrierende am Freitagmorgen (1. Juli) in Köln auf der Straße festgeklebt. Bereits im Juni haben junge Männer und Frauen auf die gleiche Weise demonstriert.

Wie die Kölner Polizei bestätigte, begann die Blockade gegen 8 Uhr auf der Inneren Kanalstraße in Richtung Zoobrücke auf Höhe des Gleisdreiecks.

Stau in Köln: Demonstrierende klebten sich auf Straße fest

Mindestens zwei Personen klebten nach Angaben des Polizeisprechers auf der Straße fest. Die restlichen Demonstrierenden haben einen Platzverweis bekommen.

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Bei den Demonstrierenden handelte es sich um die Aktivistengruppe „Letzte Generation“, die nicht nur in Köln, sondern bundesweit demonstrierten. Über die Sitzblockade wurde von den Aktivisten und Aktivistinnen per Twitter berichtet.

Grund für die Demo soll das Wahlversprechen von Bundeskanzler Olaf Scholz gewesen sein, ein „Klimakanzler“ zu werden. Die „Letzte Generation“ fordert eine Erklärung, dass es keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee geben wird.

Carla Hinrichs, die Sprecherin der Bewegung äußerte sich wie folgt zur Demo: „Wir brauchen dringend einen Klimakanzler! Der derzeitige Kurs von Kanzler Scholz bringt die Grundrechte der Bevölkerung auf Leben und Freiheit in massive Gefahr. Auch für einen Kanzler gilt die Verfassung! Wir erwarten von ihm eine klare Erklärung, dass es in der Nordsee keine todbringenden Ölbohrungen geben wird.“

Zunächst lief der Verkehr einspurig an der Sitzblockade vorbei. Seit 9 Uhr herrschte eine Vollsperrung, da die Feuerwehr Köln vor Ort an einer Lösung arbeiten musste, um die Festgeklebten von der Straße zu lösen. Ein Polizeisprecher betonte: „Die Hauptsache ist, dass sie unverletzt von der Straße kommen.“

Die Straße konnte gegen 10 Uhr wieder freigegeben werden. Die Feuerwehrleute konnten die beiden Demonstrierenden mit Ethanol von der Straße lösen. Laut Polizeiangaben wurde dabei niemand verletzt.

Gegen die zwei festgeklebten Personen (30 und 31 Jahre alt) wurde eine Anzeige wegen Nötigung und Verstoßes gegen das Versammlungsrecht ausgestellt.

Der Verkehr staute sich teilweise bis auf die A 57 sowie auf der Inneren Kanalstraße bis zur Hornstraße. Auch nach der Freigabe der Straße und dem Entfernen der Demonstrierenden von der Straße floss der Verkehr anschließend nur schleppend. (red)

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