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Süße Sensation im Kölner ZooExtrem seltene Art – darum heißt das Jungtier „Noely“

Kölner Zoo 165 Jahre, mit Stoff bezogenes Jubiläumsschild vor blauem Himmel,

Im Kölner Zoo (Archivbild) gibt es Grund zur Freude. Es gibt seltenen Nachwuchs.

Süße Sensation im Kölner Zoo: Es gibt seltenen Nachwuchs. Warum das Jungtier „Noely“ heißt, hat seinen Grund. 

Im Kölner Zoo gibt es einen Erfolg zu feiern, auf den Artenschützerinnen und Artenschützer lange hingearbeitet haben: Zum ersten Mal wurde bei den extrem seltenen Madagaskar-Springratten Nachwuchs geboren.

Wie der Tierpark am Donnerstag (15. Januar) in einer Mitteilung verkündete, kam das Jungtier bereits Ende November im Madagaskarhaus zur Welt, versteckt im unterirdischen Tunnelsystem der Nager.

Erst fünf Wochen danach traute sich das Kleine zum ersten Mal ans Licht – und das „exakt zu Weihnachten“. Für das Team des Zoos war dies ein ganz besonderer Augenblick.

Die Tierpflegerinnen und -pfleger gaben dem Jungtier den Namen „Noely“, das madagassische Wort für das Weihnachtsfest. Welches Geschlecht es hat, ist bisher noch unklar.

Stolze Eltern: „Ako“ und „MJ“ sind jetzt Eltern

Die Eltern des Nachwuchses sind der zweieinhalb Jahre alte „Ako“ und das Weibchen „MJ“, das fast zwei Jahre alt ist. Beide Tiere kamen 2024 aus anderen europäischen Zoos nach Köln. Ihre Mission war klar: die Zucht dieser vom Aussterben bedrohten Tierart.

Mit „Noely“ ist dieser Plan nun erfolgreich umgesetzt worden. Erst kürzlich hatte es im Kölner Zoo eine traurige Nachricht gegeben, als ein Elefantenjunges tot geboren wurde.

Zwei Springratten fressen.

Im Kölner Zoo ist ein Jungtier (r.) bei den Madagaskar-Springratten zur Welt gekommen.

Mit einer Größe von etwa 30 Zentimetern und einem Gewicht von rund einem Kilo sind Madagaskar-Springratten die größten Nagetiere auf der Insel vor der Küste Ostafrikas, wie der Kölner Zoo mitteilt. Die Tiere ernähren sich vegetarisch, sind nachtaktiv in Trockenwäldern unterwegs, legen weitverzweigte Höhlen an und bleiben als Paar ihr Leben lang treu. In der Regel wird nur ein einziges Jungtier pro Jahr geboren. Aus diesem Grund ist jede Geburt ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.

Forschung im Zoo liefert wichtige Erkenntnisse

Der Aufbau von Populationen in Zoos wird als entscheidend für die Sicherung ihres Bestandes angesehen. Zugleich liefern die Tiere wertvolle wissenschaftliche Daten: Im Kölner Zoo wurden bereits zwei Bachelorarbeiten über diese Art verfasst, und momentan läuft eine Untersuchung zum Familienleben der Springratten.

Ihre ökologische Wichtigkeit ist mittlerweile ebenfalls klar: „Expertinnen und Experten konnten bereits herausfinden, dass die Madagaskar-Springratte in der Wildbahn eine wichtige ökologische Rolle als Beutetiere für Schlangen, Greifvögel und das bekannteste Raubtier, die Fossa, spielt.“ Sollte die Springratte aussterben, geraten auch andere Arten in Bedrängnis.

Madagaskar gehört zu den Zentren der weltweiten Artenvielfalt. Ungefähr 90 Prozent der dort lebenden Wirbeltiere gibt es ausschließlich auf dieser Insel. Dieser einmalige Lebensraum wird jedoch durch Abholzung, Brandrodung, den Klimawandel und die Jagd stark bedroht. Im Madagaskarhaus leben zahlreiche stark gefährdete Tiere von der Insel – neben den Springratten auch diverse Lemurenarten, Tenreks und Geckos. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.