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Unfall auf A3 in KölnSchicksalsschlag trifft Laura (29) – „Bares für Rares“ schaltet sich ein

Laura vor dem Unfall auf der A3. Sie strahlt für ein Foto in die Kamera.

Die strahlende Laura vor ihrem verheerenden Unfall auf der A3: Seit dem Unfall ist Laura ein Pflegefall.

Bei einem verheerenden Unfall auf der A3 in Köln wurde Laura so schwer verletzt, dass sie jetzt ein Pflegefall ist. Mit einer Spendenaktion soll ihr geholfen werden.

von Matthias Trzeciak (mt)

Es war der 14. September 2022: Laura befand sich mit ihrem Smart auf der A3, sie war mit ihrer Tante und ihrem Onkel zum Mittagessen verabredet – dann passierte das Unglück ...

Gegen 13.40 Uhr kam es in Höhe der Anschlussstelle Dellbrück zu einem verheerenden Verkehrsunfall (EXPRESS.de berichtete). Dabei kollidierte sie mit zwei anderen Fahrzeugen, einem Ford Puma und einem Mercedes Vito. Die Unfallursache konnte bis heute noch immer nicht abschließend geklärt werden.

Unfall auf Kölner A3: 27-Jährige erleidet schwerste Kopfverletzungen

Die damals 27-jährige Laura erlitt schwerste Kopfverletzungen und wurde sofort in die Klinik nach Köln-Merheim gebracht: ein Schädel-Hirn-Trauma dritten Grades, eine Schädelbasisfraktur und ein Hirnödem. Jede Verletzung für sich schon lebensbedrohlich.

Alles zum Thema A3

Heute liegt Lauras Unfall 15 Monate zurück. Einige ihrer besten Freundinnen haben eine Spendenaktion bei „GoFundMe“ ins Leben gerufen, um die inzwischen 29-Jährige finanziell zu unterstützen.

Einsatzkräfte der Polizei sichern einen Unfallort auf der A3 bei Köln-Dellbrück.

Einsatzkräfte der Polizei sichern am 14. September 2022 den Unfallort auf der A3 bei Köln-Dellbrück. In dem Smart (roter Kreis) saß Laura, die bei dem Unfall schwer verletzt wurde.

Denn: „Nach mehreren Operationen, unzähligen Untersuchungen und Monaten der Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie sowie dem unermüdlichen Einsatz von Ärzten, Pflegepersonal, Angehörigen und vor allem auch Laura selbst, ist Interaktion mit ihr nur eingeschränkt möglich“, erklärt Sinja Albert (28), Mitorganisatorin der Spendenaktion.

„Laura kann ein paar wenige Laute formen und reagiert mit diesen gelegentlich auf Reize. Ihre motorischen Fähigkeiten sind stark eingeschränkt und gezielt ausgeführte Bewegungen von Armen und Händen – wie das Ergreifen einer anderen Hand – erarbeitet sie sich gerade wieder“, beschreibt Sinja den Ist-Zustand.

Eine junge Frau liegt im Krankenbett.

Laura ist inzwischen ein Pflegefall. Mit einer Spendenaktion soll ihr geholfen werden.

„Auch belohnt sie uns alle hin und wieder gerne mit einem herzlichen Lachen. Wenn Laura lacht, vergisst man für einen kurzen Moment alles, was passiert ist, denn ihr Lachen klingt genau wie früher. Leider ist die Realität aber, dass nichts mehr ist wie früher.“

Vor dem Unfall war Laura eine humorvolle junge Frau gewesen – heute ist sie eine schwerst behinderte junge Frau mit Pflegestufe fünf, die seit einigen Monaten in einem Pflegeheim lebt. „Während ihr Aufenthalt von der Pflegekasse bezahlt wird, gilt das für alle anderen Maßnahmen leider nicht“, erläutert Sinja.

Spurensicherung der Polizei

So markiert die Polizei die Spuren nach einem Unfall

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„So kam es zu der Idee mit dem Spendenaufruf “, sagt die Freundin im Gespräch mit EXPRESS.de. Kurz nachdem der Aufruf online ging, sind bereits mehr als 80.000 Euro gesammelt worden (Stand: 20. Dezember 2023).

Unter anderem sind auch zahlreiche hohe Spendenbeträge von Promis aus dem Team der beliebten ZDF-Trödel-Show„Bares für Rares“ eingegangen. Für die Produktionsfirma arbeitete Laura zuletzt – dann ereignete sich die Tragödie.

Die Spendenbereitschaft sei riesig, teilt Sinja in einem Update bei „GoFundMe“ mit. „Wir sind absolut überwältigt.“

Auch in den Kommentaren zu dem Aufruf spiegelt sich die Betroffenheit wider. So schreibt eine Spenderin: „Es ist nicht vorstellbar, was alle Beteiligten hier durchleben.“ Ein anderer wünscht ihr „von ganzem Herzen ein übernatürliches Wunder von Gott.“

Mit den Spenden soll unter anderem eine Neuro-Reha finanziert werden

Wie es jetzt weitergeht? „Wir möchten weiter mit und für Laura kämpfen und ihr die Versorgung ermöglichen, die sie braucht, um ein möglichst schönes Leben zu führen. Wir wollen, dass sie Dinge erleben kann, die ihr in schweren Zeiten Hoffnung spenden und sie ermutigen, weiterzumachen.“

„Hierfür möchte ihre Mutter unter anderem zweimal jährlich mit ihr eine Neuro-Reha besuchen, deren Aufenthalt jedes Mal 5700 Euro kostet, wobei hier noch keine Transportkosten mit inbegriffen sind“, erklärt Sinja.