Im Kölner Tanzbrunnen feiert die Royal Wiesn Premiere. Bei acht Terminen gibt es im großen Festzelt das echt bayerische Volksfest – ohne Karnevalsmusik, Ballermann-Töne und Kölsch.
Premiere kann steigenRoyal Wiesn bringt das Oktoberfest-Gefühl an den Rhein

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Das Team der Royal Wiesn freut sich auf die Premiere des Oktoberfestes im Tanzbrunnen: Lukas Wachten, Alexander Schebalkin, Ralf Nüsser, Sven Häffner und Stefan Gottschalk (v.l.).
Mit rund 7,4 Millionen Gästen hat das Münchner Oktoberfest in diesem Jahr einen neuen Rekord erzielt. Keine Frage: Das traditionelle Volksfest zieht immer mehr Menschen an.
Nun kommt das bayerische Spektakel auch nach Köln. Am Freitag (9. Oktober 2026) feiert die Royal Wiesn ihre Premiere im Festzelt im Tanzbrunnen. Beim Richtfest präsentierten die Verantwortlichen am Mittwoch schon einmal, was bis zum 18. Oktober passieren wird.
Royal Wiesn: Fast 15.000 Plätze für die acht Veranstaltungen reserviert
Noch wird überall gehämmert und gebohrt. Der Aufbau läuft auf Hochtouren, die blau-weiße Dekoration hängt bereits. „Wir haben uns einen kleinen Kindheitstraum erfüllt“, sagt Mitveranstalter Lukas Wachten. „Seit anderthalb Jahren läuft die Planung. Wir wollten etwas wirklich Wertiges schaffen.“
Fast 15.000 Gäste haben ihre Plätze für die insgesamt acht Veranstaltungen bereits reserviert, die Freitag- und Samstagabende sind heiß begehrt, der erste Wiesn-Samstagabend ist nahezu ausverkauft. Am Sonntag beim Frühschoppen können alle ohne Reservierung mal einen Eindruck gewinnen.
Die Veranstalter orientieren sich bewusst so nah wie möglich am bayerischen Original und möchten für all jene eine Alternative sein, die es nicht nach München geschafft haben oder das Fest vor der Haustür bevorzugen. „Oktoberfeste gibt es wie Sand am Meer. Auftritte von Karnevals- oder Ballermann-Stars wird es bei uns aber nicht geben. Kölsch wird ebenfalls nicht ausgeschenkt“, sagt Wachten.
Neben einer traditionellen Blaskapelle spielt bei allen Veranstaltungen die siebenköpfige Band „Gerry & Gary“, die Kenner vom Oktoberfest in München kennen, wo sie dem Publikum in der legendären Käfer-Wiesn-Schänke einheizt. Das Publikum sollte möglichst in Tracht erscheinen.

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Das große Festzelt für die Royal Wiesn steht. Noch läuft der Innenausbau.
Zudem gibt es im Festzelt, das Platz für bis zu 3500 Gäste bietet, ausschließlich bayerische Spezialitäten: König Ludwig hell aus dem Maßkrug (14,50 Euro), Schweinsbraten, Obazda, Hendl, Haxen und vegane Spezialitäten. Zum Dessert natürlich einen traditionellen Kaiserschmarrn.
Das Open-Air-Gelände des Tanzbrunnen kann auch ohne Eintritt besucht werden. Eigens für die beiden Wiesn-Wochenenden wurde ein 33 Meter hohes Riesenrad mit Domblick aufgebaut. Zudem gibt es einen überdachten Biergarten, einige Schmankerl-Stände und ein paar Jahrmarkt-Buden.

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Mitveranstalter Lukas Wachten genießt die Aussicht aus dem Riesenrad. Das bietet Domblick.
„Wir möchten, dass auch Familien hier eine gute Zeit haben können und der Tanzbrunnen zu einem Zeitpunkt belebt wird, an dem er sich eigentlich im Winterschlaf befindet“, so Mitveranstalter Stefan Wolter.
Koelncongress-Geschäftsführer Ralf Nüsser fiebert der Premiere entsprechend entgegen. „Es wird eine sehr hochwertige Veranstaltung, die es in dieser Form in Köln noch nicht gegeben hat, und diesen Qualitätsanspruch unterstützen wir sehr. Ich bin mir sicher, dass hier etwas Tolles entsteht, das in Köln in den kommenden Jahren seinen festen Platz im Kalender findet und viele Menschen aus der Stadt, aber auch dem Umland begeistern wird.“

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Zur Speisekarte der Royal Wiesn gehören auch Vesperbretter, von denen es auch vegane Varianten gibt.
Schirmherr Luitpold, Prinz von Bayern, wird am Freitag gemeinsam mit Box-Olympiasieger Torsten May den Fassanstich vornehmen. An beiden Samstagen kann, wenn das Programm im Zelt um 22 Uhr endet, bei „Dom & Dirndl – die Kölner Wiesn-Party“ im Theater im Tanzbrunnen weitergefeiert werden.
Royal Wiesn im Überblick: 9. Oktober, 17 bis 22 Uhr; 10. Oktober, 12 bis 16.30 Uhr sowie 17.30 bis 22 Uhr; 11. Oktober, 11 Uhr, Frühschoppen; 16. Oktober, 17 bis 22 Uhr; 17. Oktober, 12 bis 16.30 Uhr sowie 17.30 bis 22 Uhr; 18. Oktober, 12 bis 22 Uhr, Pink Sunday.
