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KVB-Drama Barbarossaplatz Freunde trauern um Opfer (†20): Kölner Polizei sucht Zeugen

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Freunde der Toten haben Blumen und Fotos an der Unfallstelle niedergelegt.

Köln – Schlimmes Unglück am Rosenmontag am Barbarossaplatz in Köln: Dort ist eine junge Frau (20) unter eine Straßenbahn der KVB geraten. Das Opfer starb bei dem Unfall. Späteren Angaben der Polizei zufolge handelte es sich um eine Frau aus Dortmund.

Der Unfall ereignete sich gegen 16 Uhr an der Ecke Salierring/Barbarossaplatz. Laut eines Polizeisprechers sei die Frau vor die Bahn gestürzt. Anschließend wurde sie 50 Meter bis über die Kreuzung mitgeschleift. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Wie genau es zu diesem Sturz gekommen ist und ob das Opfer ein Kostüm getragen hat, sei bisher ebenfalls unklar.

KVB-Unfall in Köln: Opfer war mit zwei Freundinnen unterwegs

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Laut eines Polizeisprechers sei die Frau mit zwei weiteren jungen Frauen unterwegs gewesen. An der Haltestelle Barbarossaplatz stadtauswärts wollten sie die Gleise vor einer bis dahin noch stehenden Bahn überqueren. Zwei der Frauen schafften dies, die dritte stürzte aus bislang ungeklärten Gründen.

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Der Barbarossaplatz wurde nach dem tödlichen Unfall weiträumig abgesperrt.

Allerdings sollen Polizeibeamte nach ersten Untersuchungen lediglich am zweiten Wagen Unfallspuren gefunden haben, sodass der zunächst angenommene Unfallhergang nicht stimmen kann. „Wir fangen nun also wieder bei Null an“, so ein Polizeisprecher.

Zeugen wollen zudem laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesehen haben, wie die junge Frau auf die Kupplung zwischen den beiden Waggons der Straßenbahn geklettert und mitgefahren sein soll. Ob dies stimmt, ist bisher nicht klar. Die Polizei muss dahingehend nun alle Zeugenaussagen überprüfen.

Nach Unfall an Rosenmontag: Kölner Polizei sucht Zeugen

Am Dienstagnachmittag richtete sich die Behörde gezielt mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit:  Die Ermittler des Verkehrskommissariats 2 gehen nämlich derzeit davon aus, dass die 20-Jährige nur von dem hinteren Bahnwaggon erfasst wurde. Anhand der bisherigen Zeugenaussagen ließ sich bislang jedoch nicht rekonstruieren, wie die Fußgängerin gegen 16 Uhr ins Gleisbett geraten war.

KVB-Fahrer bemerkt Unfall am Barbarossaplatz nicht

Der Fahrer der Bahn soll den Unfall nicht bemerkt und erst an der Haltestelle Ubierring von der Leitstelle informiert worden sein. Das Opfer starb noch an der Unfallstelle. Die beiden Begleiterinnen wurden von Rettungskräften in eine Klinik gebracht.

Der Unfallort: Einsatzkräfte stellten Sichtschutz auf.

Der Unfallort: Einsatzkräfte stellten Sichtschutz auf.

Durch den Unfall kam es auf den Barbarossaplatz-Linien der KVB zu größeren Einschränkungen. Gegen 20.30 Uhr fuhren die Bahnen am Barbarossaplatz wieder.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker schockiert

Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigte sich schockiert: „Die tragischen Unfälle überschatten das fröhliche Treiben. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des Opfers, das bei einem Unfall im Zusammenhang mit einer Straßenbahn ums Leben gekommen ist.“

Freunde und Bekannte des Opfers haben derweil Blumen, Fotos und Kerzen an der Unfallstelle hinterlegt.

Der Unfall an Rosenmontag ist der zweite tödliche Sturz auf die Schienen im diesjährigen Kölner Karneval. Erst an Weiberfastnacht fiel eine kostümierte 29-Jährige im Bahnhof Ehrenfeld vor einen einfahrenden Regionalzug und erlag vor Ort ihren schweren Verletzungen. (red)

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