Preis-Schock Gas wird deutlich teurer: Rheinenergie Köln nennt genaue Zahlen

Das Thermostat einer Heizung in einer Wohnung

Das Thermostat einer Heizung in einer Wohnung, aufgenommen im Oktober 2021. In Köln steigt zum 1.1.2022 der Gaspreis.

Die Rheinenergie sieht sich gezwungen, den Gaspreis zu erhöhen. Das hat der Chef des Kölner Energieversorgers, Dieter Steinkamp, im Rat der Stadt Köln angekündigt. Am Mittwoch wurden weitere Einzelheiten bekannt

Köln. Die immensen Preissteigerungen auf dem Gasmarkt haben nun auch Auswirkungen auf die Kunden des Kölner Energieversorgers Rheinenergie.

In der Sitzung des Kölner Stadtrats, am Dienstag, 9. November, kündigte Vorstandsvorsitzender Dieter Steinkamp an, dass man im kommenden Jahr an Preiserhöhungen nicht vorbeikomme.

Rheinenergie Köln: Gaspreis steigt zum 1.1.2022

Am Folgetag teilte die Rheinenergie Einzelheiten mit: Zum 1.1. 2022 steigen für die Privat- und Gewerbekunden die Preise für Erdgas um 1,80 Cent pro Kilowattstunde (brutto). Dies bedeutet für eine Ein- bis Zweizimmerwohnung monatliche Mehrkosten von rund zwölf Euro; in einer Kölner Durchschnittswohnung mit etwa 12.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch an Erdgas macht sich die Preisänderung mit Mehrkosten von rund 18 Euro bemerkbar, und in einem Einfamilienhaus muss man sich auf monatliche Mehrkosten von rund 30 Euro einstellen, heißt es in einer Mitteilung.

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Betroffen sind mehr als 100.000 Kunden im Kölner Stadtgebiet und in Rösrath. Die aktuelle Erhöhung gilt für Bestandskunden der Rheinenergie. Neukunden müssen dem Vernehmen nach mit noch höheren Preisen rechnen.

Zuletzt hatte die Rheinenergie ihre Preise für Erdgas im Jahr 2019 wieder angehoben, nachdem sie davor (2017) gesenkt worden waren. Die jetzige Anpassung wirke sich nur auf den Verbrauchspreis pro Kilowattstunde (Arbeitspreis) aus, die Grundpreise hingegen bleiben unverändert. Mit der jetzt erfolgenden Anpassung bleibe die Rheinenergie nach eigenen Angaben weiterhin im Preis-Mittelfeld der Erdgasanbieter.

Rheinenergie Köln: Strompreis erst einmal stabil

Am Mittwochvormittag hatte EXPRESS.de berichtet, auch der Strompreis werde steigen. Steinkamp war in der „Kölnischen Rundschau“ so zitiert worden: „Angesichts der aktuellen Preisexplosion in den letzten Monaten, insbesondere am Gasmarkt, kommen wir auch an Strompreiserhöhungen im nächsten Jahr nicht vorbei.“

Am Mittag teilte die Rheinenergie nun mit, dass man den Strompreis „aus heutiger Sicht bis Juli 2022 stabil halten könne, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch darüber hinaus“. (jan)

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