Millionen-Schaden entstanden Razzia in Köln: Polizei nimmt Corona-Betrüger ins Visier

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In Köln und Umgebung sind Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll Corona-Betrügern und Steuerhinterziehern auf der Spur. Das Symbolfoto entstand 2016 bei einer Razzia in Köln.

Köln – Große Razzia am Mittwochmorgen (2. Dezember) in Köln und Umgebung! Wie die Polizei bereits am Morgen mitteilte, lief ab 6.30 Uhr ein gemeinsamer Großeinsatz von Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll in Köln, Bergheim, Pulheim, Krefeld, Essen sowie in Österreich.

Köln: Razzia wegen Betrug mit Corona-Hilfe und Steuerhinterziehung

Im Visier: Corona-Betrüger. Sie sollen mit der Corona-Soforthilfe im großen Stil betrogen haben, auch Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung in großem Umfang waren Gegenstand der Razzia. 114 Einsatzkräfte (52 der Polizei, 62 der Finanzkontrolle) waren laut Angaben der Polizei im Einsatz und durchsuchen Privatwohnungen und eine Firmenhalle.

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„Zum einen sollen mehrere Beschuldigte seit April 2020 Corona-Soforthilfen durch falsche Angaben im Onlineverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf erhalten haben”, heißt es in einem Einsatzbericht der Polizei.

Razzia in Köln: Corona-Betrug und falsches Kindergeld

Die Tatverdächtigen sollen zudem Familienmitglieder angeworben haben, damit diese die Corona-Hilfsleistungen zu ihren Gunsten über das Internet beantragen. Das Gesamtvolumen wird derzeit auf etwa 1,2 Mio. Euro beziffert, wovon etwa 800.000 Euro ausgezahlt worden sein sollen.

Der andere Vorwurf: Bereits seit 2013 sollen mehrere Beschuldigte unberechtigt Kindergeld bezogen haben. Gefälschte Meldebescheinigungen und Ausweis-Dokumente sollen dabei geholfen haben.

Razzia in Köln: Vier Festnahmen, 15 Wohnungen durchsucht

Insgesamt wurden am Mittwoch 15 Wohnungen durchsucht und viel Beweismaterial sichergestellt: Laptops, Mobiltelefone und USB-Sticks. In der Wohnung eines der Beschuldigten in Bergheim fanden die Beamten eine Fälscherwerkstatt, die die Täter zur Herstellung von falschen Personalausweisen und Führerscheinen genutzt haben sollen.

Vier Männer im Alter von 23 bis 45 Jahren wurden festgenommen. Die Schadenssumme soll sich auf etwa 1,5 Millionen Euro belaufen. Die Ermittlungen gegen insgesamt 13 Beschuldigte dauern noch weiter an. (tw)

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