Heftige Bilanz Polizei kontrolliert E-Scooter in Köln – und alle Befürchtungen werden wahr

Junge Männer fahren in der Nacht auf E-Scootern auf der Berrenrather Straße in Köln-Sülz.

In Köln, hier das Symbolfoto vom 2. Juni 2021 auf der Berrenrather Straße in Sülz, sind E-Scooter derzeit ein ständiges Thema.

Die Polizei hat in Köln am Wochenende große Kontrollen in Sachen E-Scooter durchgeführt. Die nun veröffentlichte Bilanz ist erschreckend.

Köln. Das war ja quasi mit Ansage! Nach den anhaltenden Diskussionen um die E-Scooter in Köln hatte die Polizei für das vergangene Wochenende (9. bis 11. Juli) groß angelegte Kontrollen im Stadtgebiet angekündigt. Am Montag (12. Juli) hat die Polizei nun die Bilanz der Kontrollen veröffentlicht und musste feststellen: „Die Kontrollen von E-Scooter-Nutzern haben die polizeilichen Erfahrungen aus den vergangenen Wochen bestätigt.”

Die Befürchtungen, dass sich viele Nutzer der E-Scooter-Firmen verantwortungslos verhalten, hat sich bei den Kontrollen bewahrheitet. Die Alkohol-Bilanz: In der Kölner Innenstadt und in Ehrenfeld standen 24 der rund 170 überprüften Fahrer und Fahrerinnen von E-Scootern unter dem Einfluss von Alkohol.

Bittere Bilanz: Polizei kontrolliert E-Scooter-Fahrer, viele davon sind alkoholisiert

Unglaublich: Gleich zehn von ihnen waren mit Werten von mehr als 1,1 Promille absolut fahruntüchtig und müssen sich jetzt in Strafverfahren verantworten. Ihnen wurden von Ärzten Blutproben entnommen. Die restlichen 14 Alk-Fahrer mit Werten unter 1,1 Promille kommen mit einer Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit davon.  

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Auch in Sachen Drogen wurde die Polizei fündig. Acht Kontrollierte lenkten die E-Scooter mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Allerdings bleiben hier die Ergebnisse der Blutproben abzuwarten, die entnommen wurden.

Gefahr im Straßenverkehr: Polizei stoppt zahlreiche Alk-Fahrer auf E-Scootern

Weitere Fälle: Allein 43 Mal schritten die Polizisten ein, weil Menschen mit E-Sootern auf Gehwegen fuhren oder zu zweit auf dem Trittbrett standen. Zwei E-Scooter-Fahrer erhielten zudem eine Strafanzeige, weil sie mit privaten E-Scootern ohne Versicherungsschutz unterwegs waren.

Bereits am Samstagvormittag (10. Juli) war es auf der Rheinuferstraße in Köln zu einem schweren Unfall mit einem E-Scooter gekommen, bei dem ein 17-Jähriger lebensgefährlich verletzt wurde. Die Polizei berichtet obendrein von einer hochgefährlichen Verkehrsaktion, bei dem es beinahe zu einem schweren Unfall gekommen wäre. Auch bei diesem Vorfall war Alkohol im Spiel.

E-Scooter: Polizei will Kontrollen fortsetzen

Am frühen Sonntagmorgen (11. Juli) steuerte eine 18-Jährige mit 1,7 Promille Alkohol im Blut den E-Scooter. Ihre 21-jährige Freundin stand mit ihr auf dem Gefährt. Nach ersten Ermittlungen soll das Duo am Heumarkt eine rote Ampel überfahren haben. Nur eine Vollbremsung eines 22-jährigen Autofahrers soll den Zusammenstoß verhindert haben.

Die Polizei hat bereits angekündigt: Am nächsten Wochenende (16. bis 18. Juli) werden die Kontrollen in Sachen E-Scooter fortgesetzt. (tw)

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