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Nano-Eingriff Köln: Orthopäde feiert Erfolg mit OP-Revolution

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Der Kölner Orthopäde Dr. Jens Enneper in seiner Praxis in Junkersdorf.

Köln  – Manchmal sind sie einfach unvermeidbar: Wenn nichts mehr hilft, ist eine Operation meist das letzte Mittel, um Patienten wieder fit zu machen.

Bislang kannten wir den Fortschritt von kleinen, also minimalinvasiven Eingriffen. Doch ein Kölner Arzt bietet nun erstmals in der Orthopädie die Mini-OP an und stößt damit in ganz neue Gefilde vor.

Köln: Orthopäde erstmals mit Nano-Operation

Von nicht weniger als einem „Meilenstein“ spricht der Kölner Orthopäde und Sportmediziner Dr. Jens Enneper (52): Seit einem Jahr bietet er in seiner Praxis die so genannte „Nano-Arthroskopie“ an und feiert damit beachtliche Erfolge.

Das Prinzip: „Es sind keine großen Schnitte notwendig und die Patienten sind viel früher wieder fit, meist nach drei Tagen“, so Enneper im EXPRESS-Gespräch.

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OP-Methode: Bei der Nano-OP kann man mit dem Werkzeug schonend in den Gelenken arbeiten.

Seit zehn Jahren betreibt der Orthopäde seine Praxis in Junkersdorf, betreut auch viele prominente Sportler. „Für mich ist es wichtig, meine medizinischen Möglichkeiten weiterzuentwickeln“, beschreibt Enneper seinen Antrieb.

Nano-OP in Köln beim Orthopäden: Hilfe für Meniskus

So stieß er auf die Nano-OP, bei der er mittels Mini-Werkzeug Operationen durchführen kann. Dieses, zugegeben sehr teure, Werkzeug hat eine Medizinfirma entwickelt.

Enneper: „Die Nadel ist nicht größer als die einer Kugelschreiber-Spitze. Damit ist die Wunde deutlich kleiner, das Infektionsrisiko sinkt. Zudem können Patienten sehr schnell ihr Gelenk wieder voll belasten. Nach einem Jahr kann man sagen: Wir und unsere Patienten haben tolle Erfahrungen gemacht.“

Enneper_Optechnik

Hoffnung für viele Patienten: Dr. Jens Enneper zeigt, wie man Meniskus und Co. operieren kann.

Klar: Anfangs mussten sich auch der Arzt und sein Team an die neuartige Operation herantasten. „Die Lernkurve ist von Mal zu Mal gestiegen.“

Rund 40 Patienten, vom Sportler bis zum wenig aktiven Menschen, sind bereits von Dr. Enneper mit der neuartigen Methode operiert worden. Er schränkt ein: „Natürlich kann man aktuell nicht jedes Krankheitsbild operieren. Aber dahin wird die Reise irgendwann gehen.“

Nano-OP in Köln: Patienten schnell wieder fit

Aktuell sind schon jetzt Operationen wie diese durchführbar:

  • kleinere Schäden des Meniskus
  • Teilverletzungen der Kreuzbänder
  • Knorpelschäden
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OP-Besteck: Die Spitze ist genau so groß wie die Mine eines Kugelschreibers.

Die geniale OP-Methode in Köln: Aber warum kommen nicht mehr Ärzte auf die neue Technik? „Die Gründe sind meist unterschiedlich“, so Enneper. „Letztlich funktioniert die bisherige Arthroskopie ja sehr verlässlich. In meinem Fall hat mich die Entwicklung der Technik gereizt. Der Patient kann davon nur profitieren.“

In anderen Bereichen wie beispielsweise bei internistischen Eingriffen wird die Methode schon in Köln angewandt,. In Sachen Orthopädie ist Enneper absoluter Vorreiter.

Noch gibt es bei der Operation allerdings einen Wermutstropfen, denn die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen den Eingriff (noch) nicht. „Wann die Kosten übernommen werden, ist fraglich. Aber wir sind auf einem guten Weg“, sagt Enneper. Privatpatienten kommen aber schon jetzt in den Genuss der „In and out“-Operation.

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