Als Kanzler stand er wie kein Zweiter im Fokus der Öffentlichkeit. Was macht Olaf Scholz seit der verlorenen Wahl? In Köln gibt er einen Einblick in sein Privatleben.
Was macht eigentlich Olaf Scholz?In Köln gewährt Ex-Kanzler Einblick in sein Privatleben

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Alt-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) spricht in Köln auch über Privates.
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Dutzende, wenn nicht Hunderte Kameras und Menschen beobachteten ihn während seiner Kanzlerschaft jeden Tag ganz genau. Seit beinahe einem Jahr (seit dem 6. Mai 2025) ist Olaf Scholz nicht mehr Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland.
Wusste man zuvor fast auf die Minute genau, was der Politiker so treibt, ist er seitdem in der Öffentlichkeit ziemlich abgetaucht.
Olaf Scholz: In Köln gewährt er einen Blick in sein Privatleben
Politik macht er weiter – jetzt als Bundestagsabgeordneter. In seinem Potsdamer Wahlkreis holte er das Direktmandat und will dies auch erfüllen. „Diese Wahl bedeutet mir viel. Sie ist mir ein Auftrag – hier in unserer Region, in Ostdeutschland und in unserem ganzen Land für eine gute Zukunft für alle und für den Frieden und das Miteinander in unserer Gesellschaft zu sorgen“, so Scholz dazu im Mai 2025.
Am Mittwoch (11. März 2026) kommt Scholz nun nach Köln – und gewährt hier einen Blick in sein Privatleben. Im Rahmen der Lit.Cologne spricht er mit Moderatorin Bettina Böttinger zu dem Thema „Was liest einer, der Geschichte schrieb? Olaf Scholz und die Bücher seines Lebens“.
Scholz öffnet dabei „die Türen zu seiner persönlichen Bibliothek“, verspricht der Veranstalter.
Olaf Scholz: Seine Karriere
Olaf Scholz wurde am 14. Juni 1958 in Osnabrück geboren und wuchs in Hamburg auf. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg arbeitete er als Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Arbeitsrecht. Bereits in den 1970er Jahren trat er der SPD bei und begann so seinen langen Weg in der deutschen Politik.
Seit 1998 ist Scholz Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor hatte er bereits verschiedene wichtige Ämter bekleidet, darunter das des Innensenators in Hamburg von 2001 bis 2004 sowie das des Bundesministers für Arbeit und Soziales von 2007 bis 2009. Von 2011 bis 2018 war er Erster Bürgermeister seiner Heimatstadt Hamburg. Anschließend übernahm er das Amt des Bundesfinanzministers und Vizekanzlers in der Großen Koalition unter Angela Merkel.
Im Dezember 2021 wurde Olaf Scholz zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt und löste damit Angela Merkel ab. Er führte eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP, die sogenannte „Ampelkoalition“. Im November 2024 zerbrach die Koalition, die anschließende Bundestagswahl verlor Scholz gegen Friedrich Merz (CDU). Privat ist Scholz mit der Politikerin und Lehrerin Britta Ernst verheiratet; das Paar hat keine Kinder.


