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Not-OP für Kölner WahrzeichenStadt will das Schlimmste abwenden – mit 25 Millionen

Die Zoobrücke in Köln ist sanierungsbedürftig. (Archivbild)

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Die Zoobrücke in Köln ist sanierungsbedürftig. (Archivbild)

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Not-OP an der Kölner Zoobrücke: Mit 25 Millionen Euro will die Stadt eine Sperrung der maroden Zufahrten verhindern.

An den Zufahrten der Zoobrücke besteht akute Gefahr! Noch in diesem Jahr starten die Bauarbeiten, um Sperrungen zu umgehen. Die komplette Instandsetzung lässt aber noch Jahrzehnte auf sich warten.

Um die bröckeligen Auf- und Abfahrten der Zoobrücke zu sichern, nimmt die Stadtverwaltung Köln eine Summe von circa 25 Millionen Euro in die Hand, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Wie das Mobilitätsdezernat bekannt gab, sollen die Maßnahmen noch vor dem Jahreswechsel anlaufen. Damit will man ein Verkehrschaos durch Teilsperrungen oder sonstige Behinderungen abwenden, bevor das 2,6 Kilometer lange Bauwerk in den 2040er-Jahren einer Generalüberholung unterzogen wird.

Tückischer Stahl: Brücke von innen bedroht

Im Fokus stehen die Bauteile D (rechtsrheinisch) und Z1 in der Nähe des Kölner Zoos der Hauptrampe. Genau hier haben städtische Prüfungen erhebliche Mängel an der Statik offengelegt. Das Hauptproblem ist ein spezieller Spannstahl, der im Bauwerk verwendet wurde. Dieser gilt nach aktuellem Wissensstand als sehr anfällig für die gefürchtete Spannungsrisskorrosion. Das bedeutet: Im Beton können Drähte beschädigt werden oder sogar reißen. Hinzu kommt eine unzureichende Traglast, wie die Stadt mitteilt.

Besonders eilig ist es bei den Rampen – die Verwaltung stuft die Lage dort als potenziell gefährlich ein. Der Grund: Sie werden meist von nur zwei Stützpfeilern gehalten. Wenn dort ein zentrales Element versagt, kann die Last nicht umverteilt werden. Aus diesem Grund ist geplant, diese seitlichen Zufahrten zu unterbauen. Zuvor stehen aber noch Prüfungen von Leitungen im Erdreich, Analysen des Untergrunds und die Suche nach alten Bomben an.

Für die breitere Hauptfahrbahn gibt die Verwaltung momentan Entwarnung. Diese ist mit mehreren Hohlkammern und bis zu neun Stützpfeilern stabiler gebaut. Falls ein Bauteil schwächeln sollte, würde sich die Belastung laut Expertenmeinung auf die übrigen, heilen Bereiche verlagern. Ein Alarmsignal wären jedoch sichtbare Risse, die in einem solchen Fall auftreten könnten. Um sicherzugehen, hat die Verwaltung weitere statische Berechnungen in Auftrag gegeben.

Ein Ergebnis für Abschnitt D wird noch in diesem Jahr erwartet – die Untersuchung für Abschnitt Z1 soll folgen. Zusätzlich ist ein Überwachungssystem geplant, das mögliche Schäden im Inneren der Brücke frühzeitig erkennen soll.

Millionen-Spritze reicht nicht: Weitere Baustellen drohen

Selbst nach dem Einbau der Stützen wird das Bauwerk laut städtischen Angaben nicht mehr seine ursprüngliche Top-Belastbarkeit zurückerlangen. Nach der Maßnahme soll die Brücke aber immerhin für alle normal zugelassenen Fahrzeuge offenbleiben – lediglich für Schwertransporte, die eine Sondergenehmigung brauchen, wird sie tabu sein.

Die 25 Millionen Euro teilen sich wie folgt auf: 20,8 Millionen sind für die reinen Bauarbeiten eingeplant. Weitere 700.000 Euro sind für sonstige Dienste reserviert und 3,5 Millionen Euro fließen in Planung und Gutachten. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von drei Millionen Euro für das aktuelle Jahr, zwölf Millionen für 2027, acht Millionen für 2028 und zwei Millionen für 2029. Schon am 8. Oktober soll der Stadtrat in seiner kommenden Sitzung grünes Licht geben.

Doch die Abstützungsmaßnahmen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. An der Zoobrücke gibt es weitere dringende Sorgen. Laut Mobilitätsdezernat weisen in etlichen Bereichen die Fahrbahndecke, die Bürgersteige und die Versiegelungen massive Schäden auf. Diese Zonen müssen wohl innerhalb der nächsten drei Jahre auch saniert werden. Die Stadtverwaltung bereitet dafür schon die nächsten Anträge für die Politik vor.

Auch neue Leitplanken sind in dem 25-Millionen-Paket nicht enthalten. Bereits im Oktober 2023 hatte die Stadt das Tempolimit auf dem Brückenbauwerk von 80 auf 50 km/h reduziert. Der Grund: Die vorhandenen Planken genügen nicht länger den geltenden Vorschriften. Geplant ist, diese Schutzelemente erst im Zuge der Generalsanierung in den 2040er-Jahren auszutauschen.

Die Kölner Stadtverwaltung steht vor einer Mammutaufgabe: Innerhalb der nächsten 20 Jahre müssen alle vier Rheinbrücken der Stadt erneuert werden. Die Gesamtkosten dafür werden die Marke von einer Milliarde Euro weit überschreiten. Allein die Instandsetzung der Severinsbrücke, die für 2030 angesetzt ist, wird nach einer ersten groben Kalkulation mit 325 Millionen Euro zu Buche schlagen. (red)

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