338 Zimmer, fünf StockwerkeHolländer bauen Mega-Hotel in Dom-Nähe

Diese Visualisierung zeigt, wie das neue Hotel aussehen soll.

Copyright: Van der Valk Exclusief Deutschland / Paul Teunissen Architecten

Diese Visualisierung zeigt, wie das neue Hotel aussehen soll.

Schluss mit dem Schandfleck in Dom-Nähe! Holländer bauen ein Mega-Hotel mit einer öffentlichen Rooftop-Bar mit Dom-Blick.

Es war ein Trauerspiel mitten in Köln, eine Bauruine, die vor sich hinrottete. Doch jetzt ist Schluss damit! Ein niederländischer Hotelkonzern hat spektakuläre Pläne.

Auf dem Areal, das seit Jahren brachlag und nur einen Katzensprung vom Kölner Dom entfernt ist, sind die Bauarbeiten gestartet. An der Stolkgasse wird die Valk-Exclusief-Gruppe im Jahr 2028 ein neues Vier-Sterne-Superior-Hotel eröffnen, wie die Firma bestätigte. Geplant sind 338 Zimmer, die sich auf fünf Stockwerke verteilen.

Ein exaktes Datum für die Eröffnung im Jahr 2028 wurde von der Gruppe noch nicht genannt. Aber ein besonderes Highlight dürfte alle Kölner begeistern: Es ist eine für jeden zugängliche Rooftop-Bar mit direkter Aussicht auf den Dom geplant. Erste Aktivitäten auf dem Gelände waren bereits in den letzten Wochen erkennbar.

Den niederländischen Hotelbetreiber kennt man bereits aus Düsseldorf. Um ein Gefühl für die Preise zu bekommen: Ein Comfort-Doppelzimmer schlägt dort am kommenden Samstag mit circa 160 Euro pro Übernachtung zu Buche.

Die Immobilie in Köln blickt auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück. Errichtet im Jahr 1980, diente sie der Deutschen Post lange Zeit als Briefverteilzentrum. Für ihren Entwurf bekamen die Kölner Architekten Joachim und Margot Schürmann 1991 sogar den Deutschen Architekturpreis verliehen.

Vom Architektur-Juwel zur Schrott-Immobilie

Die glanzvollen Tage sind jedoch lange her. Eigentlich war geplant, hier möblierte Apartments zu errichten, aber dieses Vorhaben wurde verworfen. Seit dem Baustart 2017/2018 herrschte stattdessen jahrelanger Stillstand. Das Bauwerk war bis auf das Skelett entkernt und bot einen trostlosen Anblick.

Die Situation eskalierte. 2021 machten Berichte die Runde, wonach beteiligte Baufirmen über unbezahlte Rechnungen klagten. Die Adler Group, der damalige Eigentümer, verkaufte das Projekt mit dem Namen „Cologne Apart“ schließlich.

Nach Angaben des Unternehmens hat die Adler Group den Verkaufsdeal im Dezember 2024 besiegelt. In einer Mitteilung hieß es, der Verkauf sei Ende April 2025 finalisiert worden. Dabei seien Nettoerlöse in Höhe von 34 Millionen Euro geflossen.

Jetzt hat Valk Exclusief das Sagen. Die Firma plant die Schaffung von 220 neuen Jobs. Das Hotel soll zudem einen Fitness- und Wellnessbereich mit Pool und diversen Saunen bieten. Dieser Bereich soll laut Ankündigung auch für externe Abo-Kunden offenstehen.

Für unzählige Autofahrerinnen und Autofahrer im Kölner Zentrum ist die Baustelle ein alltäglicher Anblick. Der Komplex befindet sich unmittelbar an der hochfrequentierten Tunis- und Ursulastraße, welche in die Nord-Süd-Fahrt mündet. (red)

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