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Nachtfahrverbot für E-ScooterKöln nimmt Stellung – Polizei mit eindringlicher Warnung

Oslo hat jetzt ein Nachtfahrverbot für E-Scooter eingeführt. Wie sind die Pläne in Köln?

von Matthias Trzeciak (mt)

E-Scooter – für viele Kölner und Kölnerinnen ein Dorn im Auge. Riskante Fahrmanöver, wild abgestellt oder im Rhein versenkt – es gibt viele Gründe, sich über Elektroroller aufzuregen. Dabei sollen sie eigentlich unsere Mobilität verbessern.

Auch in der norwegischen Hauptstadt Oslo gibt es ein E-Scooter-Problem. Nun greift die Stadt durch und limitiert die Zahl der Roller und verbietet sogar Nachtfahrten. Auch für Köln ein Thema?

E-Scooter-Problem: Oslo führt Nachtfahrverbot ein – und Köln?

Laut der „Süddeutschen Zeitung“ verletzten sich im vergangenen Jahr 4882 Menschen mit E-Scootern auf deutschen Straßen. Fünf Menschen kamen sogar ums Leben. Der häufigste Unfallgrund: neben falscher Benutzung vor allem Alkoholeinfluss.

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Auch in Oslo wurden verstärkt Patienten und Patientinnen nach E-Scooter-Unfälle in den Krankenhäusern behandelt. Im Juli meldeten die Notaufnahmen mehr als 400 E-Scooter-Verletzte, doppelt so viel wie vor einem Jahr, berichtet die ARD-„Tagesschau“. Die meisten Unfälle passieren demnach zwischen 23 Uhr abends und 5 Uhr morgens. Dabei seien die meisten Fahrer oder Fahrerinnen betrunken gewesen. Die Folge: ein Nachtfahrverbot.

Ob das Verbot von langer Dauer sein wird, ist fraglich. Die Verleiher haben bereits Klage in Norwegen eingereicht.

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Die Zahlen sprechen für sich. Die Lage in Köln ist nicht besser. Im Juli und August 2022 wurden laut Polizei mehr als 70 Unfälle von und mit E-Scooter-Fahrenden registriert. 22 von ihnen standen unter Einfluss von Alkohol (Alleinunfälle ohne Polizeieinsatz werden hier nicht aufgeführt). EXPRESS.de fragte bei der Stadt Köln nach, ob ein Nachtfahrverbot auch für Köln ein Thema ist.

„Die Stadt Köln ist davon überzeugt, dass E-Scooter einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende in unserer Stadt leisten können“, heißt es in einer Erklärung der Stadt. Beispielsweise als nützliche Ergänzung zum ÖPNV – vor allem bei An- und Abfahrt zum oder vom Bahnhof.

„Dies gilt erst recht zu den Tagesrandzeiten, in denen E-Scooter bei verringertem ÖPNV-Angebot eine vollständige Alternative darstellen können. Ein pauschales stadtweites Nachtfahrverbot wird seitens der Stadt Köln daher aktuell nicht umgesetzt“, teilt die Stadt Köln mit.

Betrunken mit dem E-Scooter: 500 Euro Strafe und zwei Punkte

Anders wird das Problem in Hamburg wahrgenommen. Aufgrund der Unfallstatistik diskutiert dort die Politik über ein entsprechendes Nachtfahrverbot – Ergebnis offen.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei eindringlich: Wer betrunken auf den Roller steigt, riskiert laut Bußgeldkatalog eine Strafe von 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot.