Muse in Köln Gitarren-König Bellamy rockt im Regen – nächstes Live-Highlight steht fest

Frontmann Matthew Bellamy von Muse spielt Gitarre auf der Bühne.

Frontmann Matthew Bellamy von Muse bei seinem Auftritt im Mediapark am 13. September 2022.

Die Rockband Muse gab ein gefeiertes Kurz-Konzert im Rahmen der Messe „Digital X“ in Köln. Dabei präsentierte die Band auch vier Songs aus ihrem neuen Album.

Eigentlich stehen bei der Messe „Digital X“ Vorträge und Ausstellungen zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Aber abends darf auch gefeiert werden. Am Mediapark gab es am Dienstag (13. September 2022) einen wilden Doppelschlag. Direkt vor dem Cinedom rockten Cat Ballou, einige Meter daneben gingen die britischen Superstars von Muse auf die Bühne.

Pünktlich zum Konzertbeginn goss es ohne Erbarmen, der Hauptsponsor verteilte an die 3000 Fans aber Regencapes – passend in Magenta. Im naheliegenden Fitnessstudio schauten einige interessiert von den Laufbändern zu, mehrere Hunderttausend schalteten zudem den Livestream oder die TV-Übertragung ein.

Muse in Köln: 3000 Fans feierten im Mediapark das Konzert

Muse-Konzerte sind normalerweise eine Material- und Bilderschlacht. Beim Konzert 2019 im Kölner Stadion baute sich ein gigantischer Roboter auf der Bühne auf, in der Arena flogen bereits Drohnen, die Musiker tragen gerne Masken und auffällige Outfits. Aber bei dieser fast schon intimen Show gab es das Trio um Frontmann Matthew Bellamy (44) komplett nahbar und ohne Schnörkel.

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Ohne großes Intro ging es pünktlich auf die Bühne, der Titeltrack des neuen Albums „Will of the People“ eröffnete das knackige Set von 14 Songs. Nach 70 Minuten und der Live-Hymne „Knights of Cydonia“ war wieder Schluss. Die Band düste eilig zum Flughafen und jettete noch am Abend im Privatflieger auf die Insel.

Aber selbst dieser Kurzbesuch in Köln hat Fans und Musikern Spaß gemacht. „Wir lieben Deutschland. Die besten Shows haben wir immer hier“, rief Bellamy dem Publikum zu. Im kommenden Sommer steuert die Band am 9. Juni wieder das Rhein-Energie-Stadion an, dann erneut mit dem großen Besteck.

Blick auf die Bühne beim Konzert von Muse.

Die Video- und Bühnen-Show war für Muse-Verhältnisse beim Konzert auf der „Digital X“ sehr dezent.

Dieser Appetithappen machte Lust auf mehr. Die Knaller „Supermassive Black Hole“, „Uprising“ oder „Starlight“ wurden genauso gefeiert wie die vier neuen Titel. Im Publikum staunten auch andere Musiker, beispielsweise von den Höhnern, welche Töne Gitarren- und Stimm-Wunder Bellamy so produziert.

Zeit für Spielereien war auch. Einmal trug der Sänger einen Metall-Handschuh mit eingebautem Touchscreen, auf dem er ein Instrumental-Solo spielte, dazu funkelten die LEDs seiner Lederjacke wie einst bei David Hasselhoff (70). Bassist Chris Wolstenholme (43) hatte wieder seine blickenden Instrumente dabei.

Robbie Williams hat „Angels“ mit Beethoven ergänzt

Der Muse-Gig war ein weiterer Höhepunkt in der Musik-Serie der Telekom. Vor 15 Jahren starteten die sogenannten „Street Gigs“ mit einem Auftritt von Billy Talent in Köln, vor fünf Jahren kam die Sparte „Magenta Musik“ dazu. Mehr als 670 Konzerte, 18 Festivals, über 43.000 Sendeminuten und rund 200 Millionen Views kamen seitdem zusammen, rechneten die Verantwortlichen vor dem Auftritt in einem Pressegespräch stolz vor.

Die nächsten Höhepunkte stehen schon fest. Am 24. und 25. September wird das Lollapalooza-Festival aus Berlin gestreamt. Und dann wird auch noch Robbie Williams (48) seinen Welthit „Angels“, der mit Hilfe Künstlicher Intelligenz um Kompositionen im Stil von Beethoven ergänzt wurde, live präsentieren.

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