Die Kosten für die Sanierung der Mülheimer Brücke sind seit 2017 dramatisch gestiegen. Wie die Stadt Köln nun mitteilt, wächst das Budget auf über 300 Mio. Euro.
Ursprünglich 39 Mio.Welche unfassbare Summe der Umbau der Mülheimer Brücke jetzt kostet

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Die Kosten für die Sanierung der Mülheimer Brücke steigen auf über 300 Mio. Euro. Das Symbolfoto wurde im April 2021 aufgenommen.

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Das sind mal Zahlen, die richtig weh tun! Dass die Sanierung der Mülheimer Brücke in Köln teurer wird als ursprünglich angenommen, das war schon bekannt. Aber in welchem Umfang, das stand noch nicht endgültig fest. Bis jetzt!
Wie die Stadt Köln am Freitag (25. März) in einem offiziellen Statement bekanntgab, sind die Kosten innerhalb der vergangenen viereinhalb Jahre regelrecht explodiert.
Mülheimer Brücke: Kosten für Sanierung explodieren auf über 300 Mio. Euro
Am 28. September 2017 hatte der Rat der Stadt Kosten für das Projekt in Höhe von rund 188 Millionen Euro zugestimmt – 163,6 Millionen Euro Planungssumme plus Risikozuschlag von 15 Prozent. Doch diese Summen sind längst überholt und meilenweit von der Realität entfernt.
In der Sitzung am 5. Mai wird die Verwaltung dem Rat nun eine Mehrkostenmitteilung vorlegen. Die Planung darin: Mehrkosten, nach aktuellem Stand, von 137,9 Mio. Euro brutto. Mit der Ursprungssumme von 163,6 Mio. Euro wächst das Gesamtbudget auf 301,5 Mio. Euro!
Schäden an der Mülheimer Brücke doch gravierender als angenommen
Fast unglaublich aus heutiger Sicht: Die Stadt war zu Beginn der Planungen noch von 39 Millionen Euro ausgegangen. Etwa 13 Prozent des heutigen Budgets, Stand jetzt.

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Die Mülheimer Brücke wird bei laufendem Verkehr saniert. Das Foto wurde im Januar 2022 aufgenommen.
„Die festgestellten Schäden des denkmalgeschützten Brückenzugs sind wesentlich umfassender als zum Baubeschluss angenommen“, heißt es von der Stadt. Die Kostensteigerungen lägen vor allem an der Bauwerkssubstanz der Strombrücke und der rechtsrheinischen Rampe.
Mülheimer Brücke: Sanierung ohne Verkehrs-Stopp macht mehr Arbeitsschritte notwendig
Erschwerend kommt hinzu, dass die Mülheimer Brücke saniert wird, ohne dass der Verkehr komplett gestoppt wird. Das macht einige zusätzliche Arbeitsschritte nötig. „Eine Maßnahme in dieser Dimension an einem denkmalgeschützten Bauwerk wurde seitens der Verwaltung bisher nicht durchgeführt“, so die Stadt.
Ebenfalls neu: Auch die Bauzeit wird deutlich länger. Aktuell wird laut Stadt von einem Beginn der Bauphase 2 (inkl. 19 Wochen Sperrung für die KVB) im März 2024 ausgegangen. Entsprechend verschiebt sich die Fertigstellung der Bauphase 4 mit der Aufhebung der Verkehrseinschränkungen um ein halbes Jahr auf Mitte 2026.
Immerhin: Die Stadt Köln will aus dem Negativbeispiel Mülheimer Brücke lernen. Das Beispiel zeige, „dass bereits im Zuge der Planung noch umfangreichere Bestandsanalysen als bisher durchgeführt werden müssen, um realistischere Baukosten und Bauzeiten angeben zu können. Dieses Prinzip wird die Stadtverwaltung in Zukunft verfolgen.“

