„Macht angreifbar” Was ist mit Benefiz-Geldern? Wirt widerspricht IG-Gastro-Sprecher

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Martin Schlüter, hier ein Foto aus dem Mai 2020, führt das Reissdorf am Hahnentor.

Köln – Was passierte mit Benefiz-Geldern bei der IG Gastro?

EXPRESS hatte am Montag (9. November 2020) über die Aktion „Zesammesimmerstark“ vom April 2020 berichtet. Ein Wirt wartete bis dahin auf die Auszahlung der Gelder.

Sprecher Daniel Rabe verwies im EXPRESS-Gespräch mehrmals darauf, dass Vorstandsmitglied Martin Schlüter hier die Fäden in den Händen hielt.

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In dem Fall waren Gelder der Benefiz-Aktion im April noch nicht ausbezahlt worden. Kurz nach der Berichterstattung erhielt Wirt Dirk Behrens vom Haus Demmer dann doch sein Geld.

Während Sprecher Rabe auf Schlüter als Orga-Chef verwies, stellt Wirt und IG-Gastro-Vorstandsmitglied Martin Schlüter  gegenüber EXPRESS klar: „Ich habe mich bei der Aktion lediglich um das Organisatorische in der Kommunikation mit anderen Wirten gekümmert. Finanziell hatte ich damit nichts zu tun.“

Bagatelle_Hoffnungsthal_Daniel_Rabe

Daniel Rabe (rechts) und Martin Schlüter (hier im Jahr 2016 vor der Bagatelle in Hoffnungsthal) sind im Vorstand der IG Kölner Gastro.

So organisierte er beispielsweise die Abwicklung mit dem Ticketanbieter. Nicht aber die finanzielle Schiene, wie zum Beispiel die Ausschüttungsregularien an andere Wirte.

„Ich habe lediglich mehrfach mit den Wirten kommuniziert, warum es so lange gedauert hat. Ansonsten lag die Orga innerhalb unseres Vorstands in anderen Händen.“

Rabe hat unterdessen öffentlich erklärt, dem EXPRESS keine Interviews mehr geben zu wollen.

Martin Schlüter sagt: „Na klar macht uns die späte Auszahlung angreifbar. Aber eine Vereinsgründung zu Zeiten von Corona kann sich wirklich sehr lange ziehen, das haben wir unterschätzt.“

Das sei auch der Grund, warum kein Konto vorhanden war, von dem die Auszahlung hätte stattfinden können.

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„Vorher konnten wir weder ein Konto eröffnen, noch uns beim Ticketanbieter registrieren lassen. Dies haben wir auch auf unserer Mitgliederversammlung vor fünf Wochen offen kommuniziert. Hier war das Verständnis bei sämtlichen anwesenden Mitgliedern sehr groß.“

Einziger Knackpunkt: Bei der Benefiz-Aktion konnten eben auch Nicht-Mitglieder wie Dirk Behrens vom Haus Demmer mitmachen – und diese wurden nicht informiert.

Schlüter verweist für die finanziellen Belange auf ein anderes Vorstandsmitglied der IG Gastro. „Das werden wir intern noch einmal besprechen, das ist ja klar.“

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Abschließend sagt Schlüter: „Noch einmal im Namen der IG Gastro ein großes Dankeschön an alle Spender und die drei teilnehmenden Vereine.“

Der 1. FC Köln, Fortuna Köln und Viktoria Köln hatten sich engagiert. „Besonders bei Viktoria möchten wir uns für eine Sonderspende in Höhe von 500 Euro bedanken“, so Schlüter. „Die haben wir wegen dauernder Vereinsgründung übrigens auch noch nicht abgerufen.“

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