Entscheidung gefallen KVB beendet Corona-Maßnahme: Kommt Köln jetzt wieder pünktlich?

Menschen steigen am Neumarkt in Köln in einen Bus der KVB ein.

In den Bussen der KVB, hier ein Foto vom Neumarkt im September 2020, sieht es nun wieder etwas anders aus.

Zum Schutz der eigenen Fahrer vor Corona hatte die KVB in ihren Bussen Folien gespannt. Damit ist jetzt Schluss, Trennscheiben ersetzen sie. Das hat laut KVB auch viele andere Vorteile.

Köln. Kaum Berufsverkehr, Lockdown, Kontaktbeschränkungen – die Corona-Pandemie hat die KVB hart getroffen. Über Monate sank die Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen rapide, KVB-Chefin Stefanie Haaks hatte dramatische finanzielle Einbußen zu vermelden. Eine lange Liste an erkrankten Fahrerinnen und Fahrern wäre ein weiteres Horror-Szenario gewesen. Darum führte die KVB in der Corona-Zeit die Plastikfolien in Bussen ein, die die Fahrer an ihrem „Arbeitsplatz” vor einer Infektion schützen sollte. 

Seit Freitag (3. September) ist klar: Diese Zeit ist nun vorbei! „Die KVB hat die Folienabtrennung in ihren Bussen, mit denen die Fahrerinnen und Fahrer vor einer Infektion mit dem Corona-Virus geschützt wurden, durch Trennscheiben ersetzt“, schreibt die KVB in einer offiziellen Mitteilung.

KVB entfernt Folien aus den Bussen und baut Trennscheiben ein

Anders als die improvisierten Folien befinden sich die Scheiben direkt neben dem Fahrersitz und versperren nicht den Durchgang von der vorderen Tür in den Bus. Somit können die Fahrgäste nun wieder alle Türen der Busse nutzen. Das soll unter anderem auch den Fahrgastwechsel an den Haltestellen beschleunigen, wodurch die Busse weniger Verspätungen aufbauen und pünktlich ankommen.

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Wie die KVB selbst erklärt, ist sie eines der letzten Unternehmen, die die Folien aus ihren Bussen entfernt hat. „Das sehr vorsichtige Verhalten begründet sich darin, dass zunächst die Erfahrungen anderer Verkehrsunternehmen beobachtet werden sollten“, heißt es in der Mitteilung. Aber: Die Erfahrung anderer Verkehrsunternehmen, etwa in Berlin oder Hamburg, ist durchgehend positiv.

Trennscheiben statt Folien in der KVB: Wird Köln jetzt wieder pünktlich?

Das Wegfallen der Folien sorgt für eine bessere Durchlüftung der Busse, weil keine Folie mehr die Luftbewegung behindert. Das habe eine Studie der Charité, der Universitätsmedizin Berlin und der TU Berlin im Auftrag der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ergeben. Demnach reduzieren Lüftung, geöffnete Fenster und Türen die Aerosolkonzentration um bis zu 80 Prozent. Trennscheiben verhindern effektiv die Ausbreitung von Aerosolen vom Fahrgastraum zum Fahrerarbeitsplatz.

Die Entfernung der Folien hat zudem den positiven Effekt, dass sich der Fahrgastwechsel nun durch den Rückspiegel wieder besser beobachten lässt. Das bedeutet nicht nur mehr Sicherheit und Schutz gegen mögliche Schwarzfahrer, sondern auch dass mobilitätseingeschränkten Personen schneller geholfen werden kann. Die Maskenpflicht in den Fahrzeugen der KVB bleibt allerdings vorerst weiter bestehen. (tw)

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