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Vom Bauzaun zum Klopapierkranz  Verrückte Corona-Erinnerungen gehen an Kölnisches Stadtmuseum

Ein Adventskranz auch acht Klopapierrollen, vier Kerzen und gehäkelten Corona-Viren.

Diesen Adventskranz aus Klopapier hat eine Kölnerin während der Pandemie gebastelt und dem Kölnischen Stadtmuseum gespendet.

Dass die Pandemie eine historische Bedeutung habe würde, war dem Kölnisches Stadtmuseum schnell klar. Deswegen sammelt es Objekte aus der Zeit. Dabei kommen spannende Stücke zusammen.

Köln. Das Kölnische Stadtmuseum sammelt Erinnerungen an die Corona-Pandemie aus Köln. Einige Objekte haben bereits ihren Weg in den Fundus des Museums gefunden.

Wie die Stadt Köln am Dienstag (31. August) bestätigt, wird auch der Solidaritätszaun der Volksbühne am Rudolfplatz aufgenommen.

Corona-Sammlung für Kölnisches Stadtmuseum

Der Solidaritätszaun ist eigentlich ein normaler Bauzaun und wurde im November vergangenen Jahres, während des zweiten Lockdowns, vor der Tür den Theaters aufgestellt. In einer gemeinsamen Aktion wollten verschiedene Künstler und Kulturschaffende aus Köln auf ihre Situation aufmerksam machen.

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Bauzäune vor der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln.

Während des Lockdowns im November 2020 stand der Solidaritätszaun vor dem Eingang des Theaters Volksbühne am Rudolfplatz.

Jeder der wollte, konnte gegen eine Spende für das Theater ein Schloss als Zeichen für Solidarität an den Bauzaun hängen. Sogar die Höhner hängten ihres dazu und dichteten ihren Hit „Schenk mir dein Herz“ passend zu der Aktion um.

„Der Solidaritätszaun ist ein wichtiges Objekt für unsere Sammlung, da er die schwierige Situation der Kultur und der einzelnen Kulturschaffenden in dieser Zeit dokumentiert“, erklärt Stefan Lewejohann, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kölnischen Stadtmuseums. Er sammelt seit Beginn der Pandemie die passenden Objekte.

Über 100 Corona-Objekte für Kölner Stadtmuseum

Mittlerweile seien schon über 2.000 Fotografien und über 100 Objekte zusammengekommen. Highlights sind neben dem Solidaritätszaun ein Adventskranz aus Klopapierrollen oder ein Trikot der Kölner Haie für Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Eine Miniaturausgabe des Europa League Pokals vom Finale 2020.

Das Europa League Finale 2020 fand von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt im Rheinenergiestadion in Köln statt. Dabei gewann der FC Sevilla mit 3:2 gegen den FC Inter Mailand. Von Seiten der UEFA wurde der Stadt Köln diese Miniatur des Europa League Pokals überreicht.

„Es war früh klar, dass die Corona-Pandemie eine historische Bedeutung haben wird. Deswegen haben wir die Kölner schon früh dazu aufgerufen, uns ihre Erinnerungen zu schicken“, erklärt Lewejohann.

Die Verpackung eines Erfrischungstuches aus gesegnetem Weihwasser.

Da die Weihwasserbecken in den Kirchen leer waren, segnete ein Pfarrer aus Bonn 50 Liter Wasser, aus dem Erfrischungstücher hergestellt wurden.

Schnell erreichten ihn Fotos von langen Supermarktschlangen und Videokonferenzen zu Ostern, selbst genähte Masken, leere Impfdosen oder Banner, mit denen die Kölner zu Beginn der Pandemie ihren Nachbarn Mut machen wollten.

Da mittlerweile so viele Objekte zusammengekommen sind, nimmt Lewejohann jetzt nur noch ausgewählte Stücke, wie den Solidaritätszaun an. Eine Ausstellung zu dem Thema sei allerdings noch nicht geplant. „Zumindest für die nächsten fünf Jahre erst mal nicht.“

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