XXL-Ei vor dem Dom Kölnerin will mit 30-Meter-Kunstwerk ein Zeichen setzen

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Das 30 Meter große Ei soll vor dem Dom platziert werden.

Köln – Nach den sexuellen Übergriffen zahlreicher Männer an Frauen im Bereich des Hauptbahnhofs und des Doms in der Silvesternacht 2015 möchte die Autorin und Coaching-Expertin Birgitt E. Morrien mit ihrer Vision ein Zeichen setzen – in diesem Fall allerdings eher ein Zeichen legen.

Denn die Kölnerin möchte ein 30 Meter hohes Ei vor dem Dom platzieren, das den Menschen in der aktuellen Zeit Kraft schenken soll.

„Die Idee ist die, dass wir ein Ei – einem Huhn gleich –  vor dem Kölner Dom legen möchten. Das Ei steht für Zukunft, es steht für das Versprechen, dass sich Dinge entwickeln können, ohne unser direktes Eingreifen“, erklärt die Kommunikationswissenschaftlerin dem EXPRESS.

Köln: Birgitt Morrien plant Kalkstein-Ei vor Kölner Dom

Mit dem 30 Meter hohen Kalkstein-Kunstwerk möchte die Nachfahrin von Ferdinand Reichsfreiherr von Morrien eine Familientradition fortführen, die bereits im 17. Jahrhundert mit der Stiftung eines goldenen sechszackigen Sternes mit Diamantenbesatz an den Reliquienschrein der Heiligen Drei Könige (1684) seinen Anfang nahm.

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Birgitt Morrien ist als Autorin und Coaching-Expertin tätig. Mit ihrem Kunstwerk möchte sie an die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht vor fünf Jahren erinnern.

„Das Ei steht insbesondere in dieser durch Corona geprägten Krisenzeit für neues Leben, das vom Zentrum aus in alle Richtungen strahlt, um uns alle zu inspirieren“, sagt die Kommunikationswissenschaftlerin.

Köln: In der Silvesternacht 2015 kam es zu sexualisierten Übergriffen

„An einem Ort, an dem in der Silvesternacht hunderte Frauen sexualisierte Gewalt erfuhren, wird mit dem Mega-Ei ein ebenso machtvolles wie friedensstiftendes Zeichen gesetzt“ so Morrien.

Allerdings sei das Ei mehr als eine Erinnerung an die sexuellen Übergriffe der Silvesternacht in Köln vor fünf Jahren.

„Das Ei ist ein lebensbejahendes Symbol, das für Zuversicht und Erneuerung  steht. Es soll uns dabei helfen, dass wir wieder beginnen zu vertrauen – es steckt also auch eine Glaubens-stärkende Kraft dahinter.“

Da sich derzeit auch die katholische Kirche in einer Krise befindet, in der Tag für Tag neue Fälle sexualisierten Machtmissbrauchs ans Tageslicht kommen, sei auch mit Hinblick darauf der Ort ganz bewusst gewählt worden.

Der Kölner Dom bilde das Zentrum der Stadt, von dort aus solle zukünftig ein lebensbejahender Impuls an die Menschen gesendet werden.

Inwieweit dieses Vorhaben allerdings zu realisieren ist, bleibt zunächst abzuwarten – mit der Stadt Köln fanden noch keine Gespräche statt. (cw)

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