Kölner Weihnachtsmarkt am Dom Energiekrise – wichtiges Symbol wird nachts abgeschaltet

Auch auf den Kölner Weihnachtsmärkten soll Energie gespart werden. Das Foto zeigt den Markt am Kölner Dom.

Auch auf den Kölner Weihnachtsmärkten soll Energie gespart werden. Das Foto aus dem Jahr 2021 zeigt den Markt am Kölner Dom. 

Energie sparen, wo es nur geht – aber wird die Energiekrise auch die Kölner Weihnachtsmärkte in die Mangel nehmen? 

Die Energiekrise und die immer teurer werdende Energiekosten führen dazu, dass ab September neue Maßnahmen eingeführt werden müssen. Alles dreht sich darum, wie Energie gespart werden kann.

Unter anderem dürfen Ladentüren nicht mehr dauerhaft geöffnet sein, damit nicht unnötig Wärme entweicht. Leuchtreklamen müssen ab 22 Uhr abgestellt werden und auch Flure, große Hallen und Technikräume in öffentlichen Gebäuden sollen zukünftig vorerst nicht weiter beheizt werden.

Energiekrise: Sind auch die Kölner Weihnachtsmärkte in Gefahr?

Aber wie steht es um die jährlich so freudig erwartete Weihnachtszeit – müssen die Menschen nach dem coronabedingten Ausfall erneut um die beliebten Weihnachtsmärkte und deren Beleuchtung bangen? 

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EXPRESS.de hat bei dem Veranstalter des Weihnachtsmarktes am Kölner Dom nachgefragt und hat gute Nachrichten: Die Weihnachtsmärkte in Köln finden statt.

Aber trotzdem, auch hier wird es die eine oder andere Einschränkung geben. Birgit Grothues, Pressesprecherin der Kölner Weihnachtsgesellschaft mbH, teilt mit: „In diesem Jahr planen wir nach Marktende, gegen 22 Uhr, unseren großen Baum, das Lichterzelt und alle verzichtbaren Lichtquellen bis zur Eröffnung des Marktes am nächsten Morgen um 10 Uhr auszuschalten, so dass sich der Energieverbrauch an dieser Stelle halbiert.“

Für die Kölner Weihnachtsmärkte gilt aber nicht erst seit der Energiekrise in diesem Jahr das Motto Nachhaltigkeit. Bereits seit einigen Jahren werden die Weihnachtsmärkte umweltfreundlicher und energieeffizienter ausgestattet. 

Grothues erklärt: „Seit 2010 kommen bei uns auf dem Weihnachtsmarkt ausschließlich LEDs zum Einsatz. Diese verbrauchen nur zehn Prozent  der Energie im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen.“

Weiter sagt sie: „Seit einigen Jahren sind bei uns auch keine Gasöfen mehr im Gebrauch.“

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Und auch für die Düsseldorfer Weihnachtsmärkte stehen die Chancen gut: „Unsere Märkte in der Düsseldorfer Innenstadt sehen wir derzeit nicht in Gefahr“, so eine Sprecherin der Düsseldorfer Tourismus GmbH. Aber auch hier wird stetig geschaut, wie und wo Ressourcen gespart werden können – und natürlich „für dieses Jahr verstärkt.“

Vorerst scheint es also so, dass auch in diesem Jahr trotz Corona und Energiekrise auf dem Weihnachtsmarkt der Glühwein geschlürft, das Weihnachtsgebäck gefuttert und jede Menge Allerlei geshoppt werden kann. 

Energiesparen: Habeck fordert Zusammenspiel von Staat und Gesellschaft

Außer Acht gelassen werden darf jedoch weiterhin nicht, dass die Energiekrise real ist und gespart werden sollte, wo es nur geht – und das gilt für alle. 

Der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte in einem Interview: „Wir stehen vor einer nationalen Kraftanstrengung und es braucht ein starkes Zusammenspiel von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, von Bund, Ländern, Kommunen, Sozialpartnern, Gewerkschaften, Handwerk und Verbänden sowie der Zivilgesellschaft. Jeder Beitrag zählt.“ (kvk)

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