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Bauarbeiten unter Zoobrücke11. Ausgabe: Kölner Weihnachtscircus zieht um

Blick auf das Zelt des Kölner Weihnachtscircus.

Copyright: Martina Goyert

Das markante blau-weiße Zirkuszelt wird in diesem Winter erstmals nicht mehr unter der Zoobrücke zu finden sein.

Der Kölner Weihnachtscircus muss im elften Jahr erstmals einen neuen Standort suchen. Bauarbeiten unter der Zoobrücke machen den Umzug notwendig.

Das blau-weiße Palastzelt des Kölner Weihnachtscircus gehört seit zehn Jahren gewissermaßen zum Jahreswechsel zum Stadtbild auf der Schäl Sick. Am Messekreisel an der Zoobrücke tauchen seit Ende 2015 jährlich die Besucherinnen und Besucher in die besondere Atmosphäre ein.

Doch fünf Wochen vor der Premiere der elften Spielzeit müssen die Macher nun Abschied vom bisherigen Platz nehmen. Die beliebte Weihnachtsshow zieht ins Schanzenviertel nach Köln-Mülheim um.

11. Kölner Weihnachtscircus: Shows vom 27. November 2026 bis zum 3. Januar 2027

Ab dem 27. November 2026 öffnet sich die Manege jetzt auf dem neuen Standort an der Peter-Huppertz-Straße. Mitten in den Vorbereitungen auf die kommende Saison erhielten die Produzenten Katja und Ilja Smitt von der Stadt die Nachricht, dass sie umziehen müssen.

Die Auf- und Abfahrtsrampen der Kölner Zoobrücke sind an beiden Rheinseiten marode. Der Rat der Stadt Köln hat deshalb Anfang Oktober den Einbau von baulichen Unterstützungskonstruktionen beschlossen.

Die Arbeiten werden rund 18 Monate dauern und sollen zeitnah beginnen. Die Kosten liegen bei rund 25 Millionen Euro. Für den Verkehr wird es nahezu keine Einschränkungen geben, verspricht die Stadt. Die Arbeiten laufen unterhalb der Fahrbahn. Deswegen ist jedoch mindestens für zwei Spielzeiten kein Platz mehr für den Circus.

„Als klar wurde, dass wir wegen der Bauarbeiten umziehen müssen, war das erst einmal ein Schreck für uns“, erzählt Ilja Smitt. „Aber als wir den neuen Spielort zum ersten Mal sahen, verwandelte sich die anfängliche Sorge schnell in Vorfreude. Der Standort eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten, eine stimmungsvolle Weihnachtswelt entstehen zu lassen. Unsere Gäste werden schon beim Betreten des Geländes spüren, dass hier ein besonderes Erlebnis beginnt.“

Katja und Ilja Smitt im Weihnachtscircus.

Copyright: Daniela Decker

Die Produzenten des Kölner Weihnachtscircus Katja und Ilja Smitt. Nach zehn Jahren müssen sie sich mit einem neuen Standort arrangieren.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Palladium und dem E-Werk entsteht im November die weitläufige Zirkusstadt mit Zeltpalast, Foyer-Bereichen und eigener Gastronomie. Eine direkt angrenzende Parkgarage bietet rund 800 Stellplätze. 63 Vorstellungen sind bis zum 3. Januar 2027 geplant.

Die elfte Ausgabe des Kölner Weihnachtscircus vereint mehr als 60 Top-Artisten, die zur Weltspitze ihres Fachs zählen. Zu den besonderen Höhepunkten gehört eine 14-köpfige Akrobatiktruppe aus der Mongolei, die mit rasanter Schleuderbrett-Akrobatik, Präzision und großer Körperbeherrschung begeistert. Von Köln reist das Ensemble direkt weiter zum 49. Internationalen Zirkusfestival von Monte-Carlo.

Großillusionist Peter Valance mit seinen Assistentinnen.

Copyright: Daniela Decker

Der Berliner Peter Valance verbindet klassische Großillusion mit moderner Choreografie. Er bietet eine Zaubershow, wie sie sonst nur in Las Vegas zu sehen ist.

Ferner zählen unter anderem der deutsche Großillusionist Peter Valance sowie zwei in Monte Carlo mit dem Bronzenen Clown ausgezeichnete Künstler zum Ensemble: der portugiesische Clown César Dias und der Trapezkünstler João Godinho.

Gemeinsam mit weiteren internationalen Artisten und Ensembles aus China, Russland, der Ukraine, Frankreich und Italien entsteht ein außergewöhnliches Programm, das artistische Weltklasse mit einer einzigartigen, bis ins kleinste Detail durchdachten Inszenierung verbindet.

Leonid Beljakov mit Hund in der Manege.

Copyright: Daniela Decker

Auch Leonid Beljakov wird mit seinen Hunden in diesem Jahr wieder beim Weihnachtscircus zu erleben sein.

Rund 100.000 Besucher kommen jährlich zu den Vorstellungen. Der Umzug ins Schanzenviertel markiert nun den nächsten Schritt. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren gemeinsam mit unserem Publikum eine besondere Reise erlebt“, sagt Ilja Smitt.

„Jede Ausgabe hat uns angespornt, Neues zu wagen und den Weihnachtscircus weiterzuentwickeln. Mit dem neuen Standort bekommen wir jetzt den Raum, viele dieser Ideen noch konsequenter umzusetzen. Für uns bedeutet das vor allem eines: Mehr Platz für Magie!“