„Bezug zur Natur verloren“ Kölner Start-up bietet spannende Erlebnistouren – vor allem für Kinder

Zwei Kinder bereiten mit Landwirtin Carolin Lawnik Kräuterpfannkuchen zu.

Zwei Kinder machen zusammen mit der Landwirtin Carolin Lawnik Kräuterpfannkuchen. Das Start-up „sinnbar“ aus Köln vermittelt Naturerlebnisse in der Region.

Die (direkte) Umwelt besser kennenlernen: Das hat sich das Kölner Start-up „sinnbar“ zur Aufgabe gemacht und bietet in der Region einige spannende Erlebnistouren an, die vor allem auch für Kinder interessant sind.

Das Thema Klima- und Umweltschutz ist in der Gesellschaft fest verankert und wird besonders für die nachfolgenden Generationen immer wichtiger.

Dem ist sich auch das neue Kölner Start-up „sinnbar“ bewusst, welches im Juli 2021 gegründet wurde und dessen Website Anfang Juni 2022 online ging.

„sinnbar“ bietet Einzelpersonen, Familien oder größeren Gruppen Erlebnisse und Events in der Natur im Köln-Bonner-Raum an. Denn laut Gründer Felix Burgmann (32) lautet die Devise: „Wenn Menschen keinen Bezug zu ihrer Umwelt in direkter und regionaler Nähe haben, klappt es auch mit dem Naturschutz nicht so gut.“

Im Gespräch mit EXPRESS.de hat der 32-Jährige außerdem über die Gründung des eigenen Unternehmens, den verloren gegangenen Bezug zur Natur und seine Pläne für die Zukunft gesprochen.

Kölner Start-up will regionale Natur zum Erlebnis machen

Voller Stolz spricht Felix Burgmann über den endgültigen Start von „sinnbar“ Anfang Juni. Zusammen mit einem weiteren Gründer und einer weiteren Gründerin rief er sein eigenes Start-up im Juli 2021 ins Leben. Er kommt aus dem Lebensmittelhandel, absolvierte ein duales Studium bei Alnatura. In dieser Zeit der Ausbildung knöpfte er viele Kontakte zu regionalen Landwirtschaftsbetrieben.

Dabei fiel ihm etwas auf: „Irgendwie kennen wir die Region, in der wir seit vielen Jahren leben, überhaupt nicht so gut, wie wir eigentlich denken. Wer erzeugt hier eigentlich was? Welche Menschen bauen welche Produkte an? Das wollen wir mit „sinnbar“ ändern.“ Denn die Plattform bietet verschiedenste Erlebnisse in der Natur in der Region Köln und Umgebung an.

In einem Weinberg im Siebengebirge erklärt Winzer Kay Thiel einer Gruppe sein Prozedere.

In einem Weinberg im Siebengebirge erklärt der einzige Bio-Winzer Nordrhein-Westfalens Kay Thiel sein Vorgehen.

Von einer Pilzwanderung im Kölner Osten, über ein erholsames Waldbaden im Königsforst, bis hin zum Besuch des einzigen Bio-Winzers in Nordrhein-Westfalen in Königswinter. Die Vielfältigkeit der Natur den Menschen wieder näher bringen – dies sei mit die größte Motivation für das mittlerweile vier-köpfige „sinnbar“-Team, sagt Burgmann.

Köln: Start-up „sinnbar“ will Kindern Zugang zur Natur bieten

Dabei wende sich das Angebot der Plattform vor allem an Unternehmen – und Kinder. „Die Menschen – vor allem die kleinen – müssen ihre Berührungsängste zur Natur ablegen und wieder einen größeren Bezug zu ihr aufbauen. Viele Kinder wissen gar nicht mehr, wo ein Ei überhaupt herkommt. Deshalb bieten wir beispielsweise einen Besuch auf einem Bauernhof an, bei dem sie die Hühner anfassen und streicheln können – und die Natur so hautnah erleben und kennenlernen“, sagt Felix Burgmann.

Denn: „Ohne Bezug zu unserer direkten, regionalen Natur klappt es auch mit dem Klima- und Umweltschutz nicht wie gewünscht.“ In der aktuellen Anfangsphase bietet „sinnbar“ zehn Naturerlebnisse in der Kölner Region an.

In Zukunft sollen noch viele weitere dazu kommen, auch überregional: „Bei unserer Vision und dem Geschäftsmodell ist es nur sinnvoll, unser Angebot bald auch bundesweit anzubieten. Die Natur hat so viel zu bieten – und das wollen wir den Menschen mit bestmöglichem Service zeigen und näherbringen.“

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