Lebensmittelverschwendung Zu viele Brötchen landen im Müll – Kölner Start-up hat die perfekte Lösung

Brote sind in der Oldenburger Bäckerei „Musswessels“ auf einem Verkaufsregal zu sehen.

Jede Bäckerei-Filiale wirft pro Jahr eine große Menge von nicht-verkauften Produkten in die Mülltonne. Das Kölner Start-up „foodforecast“ kann dabei Abhilfe leisten. Unser Symbolfoto wurde 30. April 2021 in einer Oldenburger Bäckerei aufgenommen.

Pro Jahr landet eine Unmenge von Lebensmitteln im Müll, die in Bäckerei-Filialen nicht verkauft wurden. Dieses Problem will ein Start-up aus Köln nun lösen.

Ein Kölner Start-up geht gegen die Lebensmittelverschwendung in Bäckereien vor. Pro Jahr landen pro Bäckereifiliale rund 65.000 Euro an Backwaren in der Mülltonne – weil zu viel produziert wurde und die Menge gar nicht verkauft werden konnte. Diesem Problem widmet sich das Kölner Unternehmen „foodforecast“, welches im Dezember 2018 gegründet wurde.

Mithilfe einer künstlichen Intelligenz wird für Bäckereien so die genaue Bestellmenge an Lebensmitteln pro Tag berechnet. Das bringt viele Vorteile mit sich, wie Claudia Päffgen, Business Development und Marketing Managerin bei foodforecast, im EXPRESS.de-Interview verraten hat.

Start-up in Köln: Weniger Lebensmittelverschwendung in Bäckereien

Die genauen Bestellmengen in Bäckereien abzupassen, ist gar nicht so einfach. An manchen Tagen sind die Backwaren viel zu schnell ausverkauft, an anderen Tagen landen am Abend eine große Menge Lebensmittel im Müll. Die vom „foodforecast“-Gründer Justus Lauten selbst entwickelte künstliche Intelligenz kann dabei Abhilfe leisten.

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„Unsere KI berücksichtigt bei ihrer Berechnung für die Bestellmengen sowohl interne Faktoren wie die einzelnen Verkaufsdaten der Bäckereien als auch externe Faktoren wie das Wetter oder ob gerade Ferienzeiten sind etc. Wenn es beispielsweise regnet, gehen weniger Menschen Brötchen kaufen. Wenn die Sonne scheint und viele Menschen grillen, werden natürlich vor allem mehr Baguettes gekauft. Mit unserer Hilfe können die Bäckereien sich also ideal auf jeden einzelnen Tag einstellen“, sagt Claudia Päffgen von „foodforecast“.

Die Bäckereien können so auch ihre Personalkosten optimieren, da der Bestellablauf komplett automatisch abläuft und sich keine Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter darum kümmern müssen. Allerdings kann der Bestellvorgang bei Bedarf auch noch manuell ergänzt oder verändert werden – beispielsweise wenn ein großer Auftrag reinkommt, den die KI nicht einbeziehen kann.

Kölner Start-up war bei „Höhle der Löwen“ – Deal kam nicht zustande

Der Antrieb für „foodforecast“ ist für Claudia Päffgen leicht ausgemacht: „Wir wollen dafür sorgen, dass weniger kostbare Lebensmittel im Müll landen. Ressourcen können durch unsere Hilfe bereits im Vorhinein gespart werden, da die Waren gar nicht erst produziert werden.“ Das Unternehmen operiert deutschlandweit, drei große Bäckereiketten mit rund 150 Filialen nutzen die künstliche Intelligenz bereits. „Als Nächstes wollen wir mit unserer Expertise auch in anderen Bereichen helfen, weniger Lebensmittel zu verschwenden“, sagt Päffgen.

So seien Supermärkte, Tankstellen-Shops und die Gastronomie die nächsten erklärten Ziele des Kölner Start-ups, das übrigens auch schon im Vox-Erfolgsformat „Die Höhle der Löwen“ zu sehen war. Dort stellte Gründer Justus Lauten „foodforecast“ vor und bekam sogar einen Deal von Carsten Maschmeyer angeboten. Dieser kam im Nachhinein allerdings doch nicht zustande, da beide Parteien zu unterschiedliche Vorstellungen hatten.

Justus Lauten ist der Gründer des Kölner Start-ups foodforecast.

Justus Lauten ist der Gründer des Kölner Start-ups „foodforecast“.

„Seit Juni 2021 steht aber ein anderer großer Investor in Form eines Risikokapitalfonds hinter uns, der uns bei unserer Arbeit unterstützt, einen Teil zu mehr Nachhaltigkeit und weniger Lebensmittelverschwendung in der Gesellschaft beizutragen“, sagt Claudia Päffgen. Manchmal sollte man eben nicht nur kleinere, sondern genau die richtige Anzahl an Brötchen backen.

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