Sensibles Corona-Thema Kölner Moderator geht mit harter Kritik auf KVB los

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Fahrgäste steigen mit Mundschutz aus und in eine Stadtbahn der KVB. Das Symbolbild wurde im April 2020 aufgenommen.

Köln – Seit Ende April gilt in NRW die Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Dennoch lassen sich immer wieder Menschen beobachten, die sich nicht an diese Vorschrift halten. Das meint auch Michael Schwan (69), bekannt als Moderator des ehemaligen rheinischen Fernsehsenders Center.tv und Präsident des Karnevalsvereins Kölsche Huhadel vun 1985.

Kölner Moderator klagt über Maskenpflicht in KVB

Über Facebook machte der Kölner jetzt seinem Ärger Luft. „KVB fahren macht mal wieder keine Freude”, schreibt er in seinem Post. Damit spielt er auf seine Fahrten mit Bus und Bahn der Kölner Verkehrs-Betriebe an.

Er fahre meistens mit den Bussen der Linien 151 und 152 sowie mit den Stadtbahnlinien sieben und neun.

„Im Schnitt befinden sich jedes Mal vier bis fünf Menschen in meinem Sichtfeld, die keine Maske tragen”, erklärt er im Gespräch mit dem EXPRESS.

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Da Schwan und seine Frau aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören, zeige er wenig Verständnis für diejenigen, die sich nicht an die Maskenpflicht halten.

Michael Schwan fordert härteres Durchgreifen der KVB

„Wer sich nicht daran hält, gefährdet vorsätzlich die Gesundheit und das Leben seiner Mitmenschen”, betont er.

Kürzlich habe er nach seinem Facebook-Post die erste Durchsage zur Maskenpflicht in der Straßenbahn gehört.

Kontrollen habe er noch nie erlebt. Schwan fordert eine strengere Durchsetzung der Vorschrift seitens der KVB. „Wenn es schon so ein Gesetz gibt, sollte man sich auch daran halten”, beschwert er sich.

Das sagt die KVB zu den Vorwürfen

EXPRESS fragte bei der KVB nach. Dort sieht man das Thema etwas anders: „Wir stellen fest, dass die Maskenpflicht tagsüber weitestgehend eingehalten wird”, erklärt Stephan Anemüller, Sprecher der KVB. Nur abends würden Gäste diese Verbindlichkeit etwas verlieren.

Bei gemeinsamen Kontrollen mit dem Ordnungsamt seien nur sehr wenige Fahrgäste ohne Maske angetroffen worden.

„Der Schutz vor Corona ist unsere gemeinsame Verantwortung", erinnert Anemüller. Wer sich nicht daran halte, werde jedoch nicht nur vom Personal der KVB, sondern auch von anderen Fahrgästen darauf hingewiesen.

Weiter erklärt er: „Sollte keine Einsicht entstehen, kann die KVB nur von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und Fahrgäste ohne Maske des Fahrzeuges verweisen.”

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