Seit Jahren verfällt die Großsportanlage Bocklemünd. Jetzt hat der Bürgerverein Nägel mit Köpfen gemacht – doch Geld gibt es trotzdem nicht.
Lage ist verzwicktKölner Großsportanlage verfällt seit Jahren – Halle stillgelegt

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Die Dreifachsporthalle auf der Bezirkssportanlage Bocklemünd ist inzwischen eine Ruine.

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1073 Unterschriften gegen einen jahrelangen Stillstand: Der Bürgerverein Bocklemünd-Mengenich hat am 1. Oktober seine Petition „Großsportanlage Bocklemünd – Jetzt Gelder zur Verfügung stellen!“ an die Stadt übergeben.
Die Antwort, die der Verein dabei bekam, dürfte viele nicht überraschen – aber trotzdem enttäuschen: Für den Neubau ist bis 2031 kein Geld eingeplant.
Großsportanlage Köln-Bocklemünd in marodem Zustand
Seit mehr als 15 Jahren ist die Halle der Großsportanlage Bocklemünd stillgelegt. Seitdem beschäftigt die Menschen in Bocklemünd dieselbe Frage: Wann geht es an dieser Stelle endlich weiter – Sanierung, Abriss oder Neubau? Beschlüsse dazu gibt es seit über zehn Jahren, passiert ist bislang wenig.
Bei der Übergabe an Sportamts-Leiter Sven Stolz und den Leiter des Sportausschusses, Oliver Seeck, gab es für den Bürgerverein auch Gelegenheit zum direkten Austausch.
Das Ergebnis: Stolz bestätigte die Befürchtung des Vereins, dass für die Pläne zur Großsportanlage in der mittelfristigen Haushaltsplanung bis 2031 kein Budget vorgesehen ist. Immerhin sicherte er zu, dass Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an der Interimshalle mit Priorität behandelt würden.
Dabei geht es längst nicht nur um die Halle selbst: Auch die weiträumigen Freiflächen sowie die provisorischen Umkleide- und Sanitärcontainer sind nach Angaben des Bürgervereins in einem desolaten Zustand.

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v.l.n.r.: Silvia van Almsick, Rolf Zock, Oliver Seeck, Sven Stolz, Ellen Lott, Egbert Thon, Sascha Schauperl – ebenfalls beim Gespräch dabei Kai Mauracher
Dass die Stadt Köln ein enges Haushaltskorsett hat, ist dem Verein bewusst. Trotzdem fordert er eine klare Perspektive – und dass die seit über zehn Jahren gefassten Beschlüsse endlich eingelöst werden.
Laut diesen Beschlüssen soll an der Stelle insgesamt eine Neunfach-Anlage entstehen. Stolz und Seeck erkannten bei dem Termin ebenfalls an, dass am Standort bald gehandelt werden müsse. Sie ermutigten den Bürgerverein jedoch dazu, mit allen demokratischen Fraktionen den Schulterschluss zu suchen – denn Projekte dieser Größenordnung, bei denen es um einen zweistelligen Millionenbetrag geht, ließen sich nur parteiübergreifend stemmen.
Der Bürgerverein kündigte an, am Thema dranzubleiben – mit dem Ziel, dass die Großsportanlage Bocklemünd bei der nächsten Haushaltsberatung endlich fest auf dem Plan steht.
